Der SV Ried schlägt SW Bregenz

5. Juli 2000, 21:59

In der zweiten Halbzeit machten die Rieder alles klar - Flindt auf die Tribüne verbannt


Muhammet Akagündüz überspielt den Bregenzer Tormann Wolfgang Ott und schießt ein
Der SV Ried ist mit einem klaren 3:1-Sieg über Abstiegskandidat SW Bregenz in die neue Fußball-Bundesliga-Saison gestartet, hat den Erfolg aber mit einer Vergrößerung der ohnehin schon umfangreichen Verletztenliste bezahlt. Tormann Milan Oraze musste schon in der 13. Minute wegen einer Achillessehnen-Verletzung Razenböck Platz machen, Alexander Jank wurde wegen einer Knieverletzung sogar ins Krankenhaus gebracht.

Die Rieder begannen stark und gingen durch Neuerwerbung Akagündüz auch verdient in Führung (16.). Gleich darauf traf Rothbauer auch noch die Stange (20.). Der Ausgleich gelang den Bregenzern etwas überraschend gleich mit der ersten Chance, als Posavec nach einem Regtop-Eckball per Kopf das 1:1 erzielte (26.). Danach lief bei Ried vor allem Mittelfeld nicht mehr viel zusammen.

Die zweite Halbzeit gehörte Ried

Doch nach der Pause agierten die Hausherren plötzlich wieder mit viel Biss und zeigten sich lauffreudig. Die Tore fielen trotzdem aus oder nach Standard-Situationen. Beim 2:1 kam der Ball nach einem Foul-Freistoß von Anicic über Lesiak und Ortlechner zu Lauwers, der das 2:1 schoss (66.). Bregenz-Trainer Jan-Ove Flindt ärgerte sich über den Foul-Pfiff derart, dass er von Schiedsrichter Steiner auf die Tribüne verbannt wurde.

In der 71. Minute trat Anicic wieder zu einem Foul-Freistoß an, diesmal traf er aber aus fast 30 Metern direkt. Die Bregenzer versuchten gerade mit Weitschüssen Ersatzkeeper Razenböck zu ärgern, hatten damit aber keinen Erfolg.


Stimmen

Helmut Kronjäger (Ried-Trainer): "Die Mannschaft hat gekämpft wie ich es erwartet habe."

Anicic: "Wir haben bewiesen, dass wir unter Trainer Kronjäger gut gearbeitet haben und den Unruhe-Stiftern einen verdienten Denkzettel verabreicht."

Wolfgang Deschberger (Ried-Präsident): "Ein Trainerwechsel ist kein Thema. Man soll ihn in Ruhe arbeiten lassen."

Jan-Ove Flindt (Bregenz-Trainer): "Ich habe den Schiedsrichter absolut höflich darauf hingewiesen, dass der Foulpfiff ungerechtfertigt war. Diese Entscheidung hat das Match zum Kippen gebracht. Aber die Abwehr ist zu diesem Zeitpunkt auch geschwommen. Die Rieder waren um zwei Tore besser, in der zweiten Hälfte haben sie wesentlich mehr Druck gemacht."


1. Runde

SV Ried - SW Bregenz 3:1 (1:1). Ried, 2.500, Steiner.

Torfolge: 1:0 (16.) Akagündüz 1:1 (26.) Posavec 2:1 (66) Lauwers 3:1 (71.) Anicic

Ried: Oraze (13. Razenböck) - Lesiak - Hujdurovic, Nentwich - Rothbauer, Glasner, Ortlechner, Markus Hiden, A. Jank (37. Lauwers) - Akagündüz (85. Kührer), Anicic

Bregenz: Ott - R. Kornexl - Benneker, Geiger - Posavec, Pulkkinen (60. Rottensteiner), H. Kogler (75. H. Kornexl), Rosicky, L. Unger - Ambrosius, Regtop (62. Tomic)

Gelbe Karten: Hujdurovic, Anicic, Glasner bzw. Ambrosius

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