Arianna: Multimedia-Palm spielt Fremdenführer

22. November 2006, 11:29
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Automatische Verlinkung zu Wikipedia-Informationen

Die in Florenz beheimatete Econoetica Srl hat einen interaktiven Touristenführer im Taschenformat namens Arianna entwickelt. Als Hardware dient ein mit GPS-Antenne und Windows Mobile 5.0 ausgerüsteter Palmcomputer, der über einen WiFi-Anschluss und eine Bluetooth-Verbindung verfügt. Das Hauptmenu der Software enthält neun Suchkategorien. Damit kann der Benutzer neben Informationen über Kunst, Hotels, Restaurants, Nachtleben, Transportmittel und Veranstaltungen auch seinen Standort und von den üblichen Touristenströmen abweichende Routen erfragen. Ein buntes Kartenmaterial und eine Diashow auf dem 3,5 Zoll- Display sorgen während der Suche für eine abwechslungsreiche Begleitung.

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"Arianna gleicht einem ortskundigen Einheimischen, der auf fast alle Fragen eine Antwort hat. Dank der umfassenden multimedialen Inhalte und der durch unser Expertenteam vorgenommenen Aktualisierung in Realzeit ist sie jedoch weitaus attraktiver als die herkömmlichen Fremdenführer", erklärt Econoetica-Hauptgeschäftsführer Luca Foresti. "Als besonders geeignet erweist sich das System für kunsthistorisch oder architektonisch vielseitige Städte. Deshalb haben wir nach unserem Start in Florenz bereits Ausgaben für Rom und Venedig in Vorbereitung. Neuerdings können auch jeweils zu den Sehenswürdigkeiten passende Audiofiles von Internet- und Wikipedia-Seiten abgerufen werden."

Vorerst wird die Stimme von Arianna auf Italienisch und Englisch zu hören sein. In Kürze sollen Programme in deutscher, französischer, spanischer und japanischer Sprache folgen. Anzumieten ist die multimediale Touristenführerin in Fremdenverkehrsämtern und an einigen Hotelrezeptionen. Als Leihgebühr werden pro Stunde drei Euro und pro Tag 15 Euro berechnet.

Launch

Die Econoetica Srl ist nach langjähriger Auslandserfahrung und Unterstützung durch einheimische Inkubatoren offiziell am 31. Januar dieses Jahres an den Start gegangen. Ihr Mitarbeiterstab besteht aus zwei Ingenieuren, zwei Physikern, zwei Wirtschaftsfachleuten, einem Informatiker und einem Politikwissenschaftler. Sie sind alle zugleich Mitgesellschafter. "Unser Ziel ist, so erklärt Luca Foresti die Wahl des Firmennamens, die Grundprinzipien von Ökonomie und Ethik in Einklang zu bringen". Das Startkapital von 80.000 Euro ist ausschließlich aus Eigenmitteln aufgebracht worden. "Seed-financing ist in Italien sehr umständlich und langwierig. Ohne die Frage nach beleihbarem Immobilienvermögen läuft fast gar nichts. Start-ups haben es deshalb nicht leicht, zumal die Kundschaft meist konservativ eingestellt und der durch die Bürokratie bedingte Zeitaufwand unverhältnismäßig hoch ist". (pte)

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