Austria Wien läßt den Supercup- Sieger GAK alt aussehen

6. Juli 2000, 13:57

Die Veilchen blühten im Horr-Stadion auf!


Ledwon und Dopsel nehmen Akwuegbu in die Zange
Dem Ausrutscher im UI-Cup auf Zypern ließ die "neue" Austria einen erfolgreichen Start in der Fußball-max.Bundesliga folgen. Die Wiener, die seit 1993 auf einen Liga-Titel warten, schlugen am Mittwochabend im Horr-Stadion Supercup- und Pokal-Sieger GAK durch Tore der "Alten" Dospel, M. Wagner (2), der auch die Vorarbeit zum 1:0 geleistet hat, und Mayrleb souverän 4:0 (1:0).

Der neue Veilchen-Trainer Heinz Hochhauser hatte mit sechs Neuen beginnen lassen. Die Truppe ging aggressiv und druckvoll zu Werke, doch Abstimmungsprobleme und Abspielfehler waren anfänglich nicht zu übersehen. Chancen waren vor der Pause daher auch nicht reich gesät. Das Dospel-Tor fiel eher aus heiterem Himmel in der 13. Minute. Ein Freistoß M. Wagners von der linken Seite sprang dem aufgerückten Verteidiger gegen das Knie und von dort ins kurze Eck.

GAK hatte Chancen

Das 2:0 hatte Jezek (30.) aus einem Konter auf dem Fuß. Er ließ Ehmann aussteigen, schlenzte den Ball aber am langen Eck vorbei. Nach einer halben Stunde kamen die Rotjacken besser ins Spiel und hatten durch Brunmayr, der die linke Stange (31.) traf, dann nach einem Corner den Ball aus kurzer Distanz über die Latte jagte (35.) und ein Abseits-Tor (44.) gute Möglichkeiten zum Ausgleich.

Die Gregoritsch-Truppe bemühte sich weiter, aber am 16-er war meist Endstation. Die Vorentscheidung zu Gunsten der Violetten führte M. Wagner in der 67. Minute herbei: Der GAK-Libero Lipa verschätzte sich bei einem harmlosen scheinen Ball und der Regisseur nahm das "Geschenk" dankend an. M. Wagner besorgte nach Zuspiel von Hopfer (76.) auch das 3:0. Den Endstand fixierte nach Datoru-Sole Mayrleb in der 84. Minute.

Die tapfer kämpfenden Gäste versuchten bis zum Schluss, den Ehren- treffer zu erzielen. Diesen hatte zuerst Ehmann auf dem Kopf, als er nach Ramusch-Eckball das Tor verfehlte (73.) und in der 90. Minute sprang der Ball wieder vom Metall-Gehäuse von Heimkehrer Wohlfahrt zurück ins Feld, als Tutu die Latte bombardierte.


Stimmen

Heinz Hochhauser (Austria-Trainer): "Ich bin vom Ergebnis positiv überrascht und auch vom Willen jedes einzelen Spielers. Nach der raschen Führung haben wir mehrmals Glück gehabt, nicht den Ausgleich kassiert zu haben. Am meisten bin ich von der Höhe des Erfolgs überrascht, obwohl das Resultat zu hoch ausgefallen ist. Denn so gut waren wir nicht. Paradoxerweise waren wir im Angriff sehr schlecht und in der Defensive ganz gut."

Werner Gregoritsch (GAK-Trianer): "Individuelle Fehler haben unser Spiel beeinflusst. Das Spiel ist so verlaufen wie wir es nicht wollten. Wir kassierten ein schnelles Tor, die Austria hat uns im Verlaufe der Partie ausgekontert. Anscheinend war der Supercup-Erfolg Gift für uns."


1. Runde

Austria Wien - GAK 4:0 (1:0). Horr-Stadion, 5.800, Schüttengruber

Torfolge: 1:0 (13.) Dospel 2:0 (65.) M. Wagner 3:0 (76.) M. Wagner 4:0 (84.) Mayrleb

Austria: Wohlfahrt - Varesanovic - Martin Hiden, Dospel - Plassnegger (66. Hopfer), Rost (57. Leitner), M. Wagner, Ledwon, Sarac - Mayrleb, Jezek (61. Datoru)

GAK: Almer - Lipa - Ehmann, Hartmann - Ramusch, Kulovits (71. Aloisi), Ceh, Dmitrovic, Amerhauser - B. Akwuegbu (57. Tutu), Brunmayr (86. Wieger)

Gelbe Karten: Plassnegger, Leitner bzw. Ehmann, Hartmann

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