E-Learning in Theorie und Praxis

8. März 2007, 10:52
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Ein neues Projekt zeigt, wie E-Learning im Sport­studium funktionieren kann - rund 1.500 Studierende sind die Zielgruppe

Wien – Wie E-Learning an Universitäten funktioniert, zeigen zwei neue Publikationen der Universität Wien. Im Rahmen der Friday Lectures am Projektzentrum für Lehrentwicklung wurde am Beispiel des Instituts für Sportwissenschaft erklärt, wie Lehrende neue Medien einsetzen können.

Sport multimedial

Am Institut für Sportwissenschaft sind zehn Prozent des Studienplanes des Bakkalaureatsstudiums für E-Learning reserviert. "Das Projekt Sport multimedial stellt alle vorhandenen Lehrmaterialien zur Verfügung", erklärt Arnold Baca das Konzept, Leiter der E-Learning-Plattform des Instituts. Zielgruppe des Projekts sind nach seinen Angaben 1.500 Studierende.

Die Hälfte der Module im Studium sei bereits E-Learning-unterstützt: "Während früher sportpraktische Lehrveranstaltungen an Theorieeinheiten gekoppelt waren, sind die Unterlagen jetzt online abrufbar", so Baca. Die Theoriemodule werden laut dem E-Learning-Leiter von ExpertInnen erstellt. So seien auf der Plattform Sport multimedial unter anderem Hinweise und Tipps zur Ausführung von einzelnen Sportarten zu finden. Die Materialen könnten von den Studierenden auch in die Abschlussarbeit integriert werden.

Elektronische Lehrveranstaltungen

Durch die Plattform kann das Institut zusätzliche Lehrveranstaltungsmodelle anbieten, wie etwa "eVorlesungen, Self-Study-Vorlesungen oder Kooperative Vorlesungen", zählt Baca auf. Interaktionen lasse Sport multimedial allerdings kaum zu. "Dafür haben wir in der Studieneingangsphase das Projekt 'Sprint' eingeführt", erklärt Baca. Hier könne man sich auch mit KommilitonInnen austauschen und Beiträge online stellen. Die Inhalte von Sprint habe man bereits in Sport Multimedial integriert.

Einführende Literatur

Für Lehrende, die E-Learning auch in ihren Unterricht integrieren möchten, hat die Universität den Sammelband "eLearning an der Universität Wien" veröffentlicht. Vorgestellt werden Konzepte und Tools, die in der Hochschullehre verwendet werden.

Die zweite neue Publikation, "eLearning beginnen", beleuchtet die Pilotphase des E-Learnings. "Die Pilotphase wurde 2003 mit der Open-Source-Plattform Ilias gestartet. 95 Lehrende und Tutorinnen haben sich daran beteiligt", berichtet Michaela Rieder, die die Studie mitbetreut hat. In dem Buch stellen acht Lehrende ihre Konzepte vor, das sich an BeginnerInnen und Pioniere richten soll. (lis)

Link
Programm: Friday Lectures am Projektzentrum für Lehrentwicklung

Buchtipps
Arthur Mettinger, Petra Oberhuemer, Charlotte Zwiauer (Hg.): "eLearning an der Universität Wien. Forschung – Entwicklung – Einführung". Waxmann 2006

Maria Mesner, Michaela Rieder, Charlotte Zwiauer (Hg.): "eLearning beginnen". Peter Lang 2006
(Beide erhältlich am Zentrum für Lehrentwicklung)

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    Startklar für das E-Learning-Zeitalter macht sich das Institut für Sportwissenschaft der Uni Wien.

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