Unirat sprach an Nowotnys Ex-Ehrengrab

Redaktion, 15. November 2006 11:19
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    apa/gunther lichtenhofer

    Burschenschafter, Kameradschaftsbund und rechtsextreme Skinheads legten Kranz beim Grab des vom NS-Regime hoch dekorierten Luftwaffenoffizier nieder.

Burschenschafter, Kameradschaftsbund und rechtsextreme Skinheads legten am Wiener Zentralfriedhof Kranz für NS-Offizier ab

Wien - Einmal mehr hatte der Verein zur Pflege des Grabes Walter Nowotny für Sonntag zum Gedenken an den vom NS-Regime hoch dekorierten Luftwaffenoffizier aufgerufen: Zahlreiche Burschenschafter, Vertreter des Kameradschaftsbundes sowie rechtsextreme Skinheads leisteten am Sonntagvormittag am Wiener Zentralfriedhof dem Folge und absolvierten die Kranzniederlegung für den am 8. November 1944 gestorbenen Nowotny.

Im Unterschied zum Vorjahr, als die Teilnahme von ORF-Chefredakteur Walter Seledec für Aufregung gesorgt hatte, erschienen heuer keine prominenten Vertreter von Politik und Medien am Zentralfriedhof. Die Rede hielt Gerhard Pendl, Obmann des Vereins zur Pflege des Grabes Walter Nowotny und Universitätsrat der Medizinischen Universität Wien: Es sei "unsere Pflicht, gegen die seelischen Narben der Gutmenschen, die auch die Toten nicht in Ruhe lassen, aufzuzeigen, dass es doch noch ein Fähnlein gibt in diesen deutschen Landen, die unsere unschuldigen Soldaten und ihren furchtbaren Tod nicht vergessen oder gar herabwürdigen", sagte er.

Politische Gegner bezeichnete er als "RAF-Sympathisanten" (Rote Armee Fraktion, Anm.), "Generation der Widersacher der Kriegsgeneration" sowie "Generation der Zivildiener und Störer der Totenruhe", die "klammheimliche Freude" verspüren würden, wenn das Grab Nowotnys "wahrscheinlich wieder" geschändet würde nach dem Gedenken.

Nowotny, am 7. Dezember 1920 in Gmünd geboren, scheint in den Unterlagen des Berliner Document Center als NSDAP-Mitglied mit der Nummer 6,382.781 auf. Als Aufnahmedatum ist der 1. Mai 1938 angeführt, Nowotny war zu diesem Zeitpunkt also 17 Jahre alt. Nach Angaben des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands (DÖW) berichtete zudem der "Völkische Beobachter" am 16. November 1944 in seiner Wiener Ausgabe, Nowotny sei anlässlich seines Begräbnisses dafür gewürdigt worden, dass er "als junger Führer der Hitler-Jugend trotz aller Verfolgungen in der Verbotszeit begeistert und unentwegt Adolf Hitler die Treue hielt". Nowotnys Familie und die FPÖ wiesen diese Darstellung zurück.

Bereits am 1. November waren laut Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) rund 30 Neonazis am Grab des SS-Obersturmbannführers Otto Skorzeny in Döbling aufmarschiert. Skorzeny wurde zu einem Idol der rechtsextremen und neonazistischen Szene. Er brachte es bis zum Leiter der Gruppe Sabotage im SS-Reichssicherheitshauptamt und war nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich am Aufbau der Nazi-Fluchtorganisation beteiligt, nachdem er - als Kriegsverbrecher inhaftiert - 1948 selbst geflohen war. (APA)

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15adu
30.11.2006 19:35

warum man einen soldaten nicht ehren darf, wird wohl niemand verstehen, ausser ein paar linken

pipi pipifax
02.12.2006 19:00

was ist das fuer ein schwurbel. lesen koennen's nicht.

F. T.
15.11.2006 12:39
Die Heldenplatz-Keule

Es ist einfach eine Lüge, wenn man der Bevölkerung vormacht, dass die Menschen auf dem Heldenplatz Hitler deswegen zugejubelt hätten, weil sie sich einen Weltkrieg, die Tötung von "unwertem" Leben (Behinderten, Geisteskranken), von Juden, Zigeunern, Homosexuellen, die Errichtung von Volksgerichtshöfen, ein Verbot der verschiedenen österreichischen Parteien!!! (Vorgängerparteien von ÖVP, SPÖ, KPÖ usw.) und einen Gestapo-Terror wünschten, was ja zu den Hauptvorwürfen an die Nazis gehört.
Die Menschen wollten einen Arbeitsplatz und ein Einkommen, von dem man leben kann.

hanna huber
 
01.12.2006 00:13
wer sehen will..

der sieht, und wer hören will, der hört.
man darf nur nicht WEGsehen und WEGhören und sich totstellen.
und vor allem darf man eines nicht: geschichte umschreiben und vergessen.
nie mehr wieder!
das sollte grundsatz einer gesellschaft im jahr 2006 sein, alles andere wäre unmenschlich und dumm.

15adu
01.12.2006 09:41

leicht dahingesagt mit vollem magen u bester versorgung.

pipi pipifax
02.12.2006 19:12

blablabla ... die uebliche rechtsrechte leier von wegen, dass man genauso gehandelt haette. hypothetisches geseiere, das in erster linie verharmlosen soll.

15adu
02.12.2006 20:19

beißen sie eigentlich immer reflexartig, ist ihnen denken fremd, ich habe nur gesagt "leicht dahingesagt". verstehen sie das? sprechen sie deutsch? oder sind sie bloß ein regenwurm der nur auf schatten u licht reagiert?

scorpio rising
19.11.2006 10:29
tatsache ist aber auch dass schon *vor* 19+38

mehr od. weniger bekannt war, was die ziele der n.azis sind (rassenpolitik etc).und es gab in österreich vor dem an+schluss genug "illegale" nazis...die zb an der wiener universität ungehindert jagd auf j.üdische studenten machten und sie drangsalierten...
jeder wusste also dass j.uden, aber auch die parteien des linken spektrums, die zielscheibe der n.azis sein würden. man hat auch mitbekommen was tw in deutschland los war. die n.ürnberger r.assegesetze von 1935 fanden ja nicht unter komplettem ausschluss der öffentlichkeit statt, sondern wurden national "propagandiert"...das wussten auch die sog. "illegalen" von denen es in ö wohl nicht wenige gab....alle also völlig *ahnungslos* am hel den platz? das kan ich nicht glauben

F. T.
19.11.2006 14:48
Also, völlig ahnungslos waren die Menschen auf dem Heldenplatz sicher nicht...(2)

Und das mit dem Gewußt-Haben ist so eine Sache: Bekannte amerikanische Großindustrielle haben sich noch höchste Naziorden verleihen lassen, als die Drangsalierungen längst bekannt waren. Etliche Tochterfirmen amerikanischer Konzerne in Deutschland beschäftigten noch fast bis zum Kriegsende wissentlich Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Und waren die alliierten Soldaten nicht auch ahnungslos, bis sie die KZ.s öffneten? Ist jemand etwas anderes bekannt? Welche Politiker und Medien der Alliierten hatten denn auf die Ermordungen aufmerksam gemacht, die in den KZ.s passierten? Bitte aufzählen. Sie hätten das doch von den geflüchteten Juden wissen müssen. Oder wußten die das auch nicht wirklich?

F. T.
19.11.2006 14:45
Also, völlig ahnungslos waren die Menschen auf dem Heldenplatz sicher nicht...(1)

...was die Drangsalierung der jüdischen Mitbürger betraf. Und nicht wenige mögen sogar Gefallen daran gefunden haben. Traurig genug! Aber zur Tötung von Juden, geistig und körperlich Behinderten, politischen Gegnern, Homosexuellen, Zigeunern usw. ist doch wohl noch ein großer Unterschied. Auch dass unmittelbar nach dem Einmarsch Funktionäre der anderen Parteien in KZ.s gesteckt werden und die Gestapo eine Schreckenherrschaft errichten wird, ahnte sicher niemand. Bei der Judenverfolgung machten außerdem auch andere Länder in Europa mit. Und nicht nur, weil sie gezwungen wurden.

pipi pipifax
19.11.2006 22:54

ja, sowas wie verhaftungen durch die gestapo ist bekanntlich in deutschland nicht vorgekommen ... oder waren die leute unfaehig ueber die grenze zu schauen?

ja und? weil andere mitmachten ist es dadurch weniger schlimm? andere haben sich auch mehr oder weniger vehement, mehr oder weniger erfolgreich und mehr oder weniger kreativ gegen die vernichtung ihrer juedischen nachbarn gewehrt (s. die situation in italien, daenemark, bulgarien)

Harry Meier
 
17.11.2006 16:30
Sorry ihre Paranoia und ihre Verschwörungstheorien

.. sind mittlerweile ja hinlänglich bekannt in diesem Forum aber könntens mir bitte näher erklären, wer denn behauptet, dass jene die am Heldenplatz jubelten einem kommenden Weltkrieg und dem Holocaust zujubelten. Kein namhafter Historiker wird solches behaupten, auch wenn ein Blick in Hitlers Buch "mein Kampf" völlig ausgereicht hätte, um zukünftige Ereignisse vorherzusehen.

Die Heldenplatzjubler hatten ähnliche Motive wie auch die heutigen Österreicher, die einen Haider samt seiner ungustiösen Partie zur zweitstärksten Partei im Lande machten. Selbstsucht, Neid, Paranoia, Deutschtümelei, Hass, ..... (Liste beliebig fortsetzbar).

15adu
30.11.2006 19:41

einfach zu richten aus dem wohlstand heraus vom thron der heutigen zeit aus, nicht?

damals hat es sowas wie die weltwirtschaftskrise gegeben - wahrscheinlich wissen sie nicht genau was so etwas ist - u sie wollten arbeit u das darf man auch sagen.

F. T.
18.11.2006 11:49
Die Jungen von heute haben einfach ein Recht darauf zu erfahren...

warum die Menschen auf dem Heldenplatz Hitler wirklich zugejubelt haben. Und da könnten sie lange warten, bis sie das von Leuten wie Ihnen erfahren würden. Und auch in den öffentlichen Medien (auch Schulbüchern) ist das nicht in der erforderlichen Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht. Jeder, der nicht die Menschen auf dem Heldenplatz als kriegsgeile, menschenfressende Nazis verurteilt, wird selber als Nazi oder Brauner beschimpft. Man braucht ja nur die Foren durchzulesen. Hätten Sie das auch gemacht, könnten Sie nicht den Blödsinn von der Paranoia verzapfen. Dass die Menschen vor allem eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und Arbeit haben wollten, passt einfach nicht in das Bild, dass manche von den Österreichern verbreiten wollen.

15adu
30.11.2006 19:42

eh nicht, weil oh schreck, dann müssten wir uns mal auf die reife unserer demokratie verlassen, wenn wir nicht mit mit solchen methoden arbeiten würden. das kann dem österreicher offenbar noch nicht zugemtutet werden, so viel eigenes denken.

pipi pipifax
15.11.2006 13:38

dann haetten sie sich einen weg ueberlegen muessen, wie dies zu bewerkstelligen waere, ohne den verbrecherischen teil. auf dermassen vereinfachenden bloedsinn kann man nur vereinfachend antworten.

F. T.
15.11.2006 15:14
Kann ich mir gut vorstellen...

...dass Sie lieber eine anderes Gschichterl über den Heldenplatz gelesen hätten.
Ich kann mir auch gut vorstellen, was ich schreiben müßte, dass es Ihnen gefiele. Müßte sich auch nicht unbedingt mit Tatsachen decken.

pipi pipifax
15.11.2006 19:15

von welchen tatsachen faseln sie? sie koennen gerne weiter ihre g'schichterl erzaehlen.

ger65
15.11.2006 09:47
diese saurier unserer geschichte haben eben ein sehr verzerrtes weltbild, denn es ist eines, das ...

vom NS Regime präsentiert wurde und von diesen altvorderen nicht hinterfragt wurde. hängt vermutlich auch mit der aufarbeitung bzw. verdrängung und verzerrung dieser zeit zusammen.
novortny selbst, vieler der gefallenen und auch einige der noch lebenden ehemaligen soldaten hätten bzw. haben ihr weltbild bereits geändert. würden dem herrn schickelgruber und konsorten nicht mehr auf den leim gehen.
würden diese strammen burschen aus den burschenschaften selbst z.b. im kessel von stalingrad liegen und um ihr leben kämpfen müssen, dann würden sie vieleicht nicht so viel blödsinn von sich absondern. aber wie heisst es: was hänschen nicht lernt, lernt hans nimmer mehr. die hanseln werden sich dort also jährlich treffen - ohne besserung!

15adu
30.11.2006 19:46

u wenn sie im kessel von stalingrad gelegen wären, weil man sie dazu gezwungen hätte, dann würden sie wissen, dass sie kein verbrecher wären.

madman
15.11.2006 07:45
letztendlich

sind viele der übermenschen, die den krieg überlebt haben, dann einfach davongelaufen (vor kriegsverbrecher-anklagen z.b.).

Fenderico Koksma
14.11.2006 17:30
Ja, beim Nowotny, beim Seledec oder beim Skorzeny

da geht dem teutschen Burschenschafter das Herz auf!

H.F.1
14.11.2006 17:21
die,die heute..

..ziemlich undifferenziert und mit reichlich schaum vorm mund "pfui" schreien,haetten damals genau so laut "heil hitler" gegroelt.

15adu
30.11.2006 19:46

vor allem die linkslinken nämlich, denn die sind besonders unkritisch

pipi pipifax
15.11.2006 11:10

sind's hellseher oder einfach nur langweiler? die, die heute kritik relativieren, haetten damals vielleicht ganz gerne selbst mitgemacht. wie gefaellt ihnen dieser spruch?

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