Farbdisplays zum Ausdrucken

5. Juli 2000, 14:04

Billige Farbdisplays für Handys und Palms können mit InkJet-Technologie "ausgedruckt" werden

Bald sollen billige Farbdisplays mit einem einfachen Druckvorgang, der auf InkJet-Technologie basiert, hergestellt werden können. Ein Team von Cambridge Display Technology und Seiko Epson hat das erste Vollfarb-Display auf Basis von Light Emitting Polymers (LEP), die rotes, grünes und blaues Licht abgeben. Im Gegensatz zu den komplexen LCDs haben sie einen weiten Blickwinkel und benötigen keine Hintergrundbeleuchtung, Farbfilter und Polariser und sind einfacher herzustellen.

Die Forscher haben entdeckt, dass ein Polymer namens PPV Licht aussendet, wenn es mit Spannung versorgt wird. Seiko-Epson hat seine Tintenstrahltechnik adaptiert um billige LEP-Displays herzustellen. Die PPVs werden elektrostatisch aufgeladen und auf die Unterlage gesprüht, die gegensätzlich geladen ist. Dann werden Elektroden angebracht um die einzelnen Pixel mit Strom zu versorgen.

Ideale Displays für Handys und PDAs

Auf einer Demo konnte man ein 6 Zentimeter großes LEP sehen, das auf 270.000 Pixel ein Farbvideo in TV-Qualität zeigte. Cambride Display Technology gibt an, diese Technologie billig genug herstellen zu können, um Farbbildschirme für zukünftige Wireless Geräte, Palms, Webpads und Handys günstig anzubieten.

Bisher war ein großes Problem mit den Halbleiter Polymeren, dass sie oxidierten und die Farbe verloren. Mittlerweile soll die Haltbarkeit Consumer-Produkten gerecht werden. Die roten LEPs arbeiten bereits für 100.000 Stunden, die Grünen für 30.000 und die Blauen für 1000 Stunden.

Seiko meint dazu, dass nach einer Studie in Japan der Handygebrauch pro Jahr durchschnittlich 200 Stunden betrage und die Leute die Handys ohnehin durch neue ersetzen, lange bevor die Lebenszeit der LEP von 1000 Stunden erreicht ist. (ars)

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