Gebeizter Rinderbraten

Redaktion, 10. November 2006, 17:00
gos
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Zutaten: (für 6 Personen)

1 kg Rinderbraten
1 Bund Wurzelwerk
1 Zwiebel
1/8 l Rotweinessig
1/8 l Rotwein
1/2 l Wasser
einige Lorbeerblätter, Wachholderbeeren, Pfefferkörner und Thymian

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@ubu roi & @käsekuchen

in meinem backrohr liegt grade eine quiche! nach langem wieder mal was französisches (wird in wien/österr. stiefmütterlich behandelt)
ps.: sing grade: "bon soir, wir sind die brüder poulard, oui,oui, wir duften nach federn und pipi, la la la la la usw. "

Technische Deatails

Abgesehen von den vielen bereits geposteten kommentaren noch meine meinung zum Kochrezept: eventuell nur einen Tag beizen (statt 2-3 wie im Rezept) und evtl 2,5 - 3 Stunden im Rohr braten. Durch ist der Braten dann, wenn man eine Gabel reinstechen und leicht wieder rausziehen kann. Eventuell auch schon Enstchuldigung für alle Pefkinesismen!

allerweil immer noch:

rindsbraten - und nicht rinderbraten.
ich weiß nicht genau, warum es bei manchen gastrokritikern derzeit anscheinend schick ist, österreichische bzw. wiener küche mit piefkeausdrücken zu verfeinern.
willkommen schweinebraten, blumenkohl, tunke und eierkuchenstreifensuppe!!
von mehlschwitze gar nicht zu reden...

kumans.

solang in der einzigartigen megalo-schihütten-atmosphäre des schweizerhauses noch keine
eisbeine(r?) an die hungrigen massen verfüttert werden, ist die kleine muffige welt der wiener noch nicht untergegangen.

weil Rinderbraten

mehrere gebratene Rinder waeren bzw. das braten mehrer Rinder. Ist wie der Unterschied zw. Fernseher (= Zuschauer) und dem Fersehgeraet (= Kastl). Rinderbraten ist semantisch FALSCH !!

jeder mensch sagt fernseher zum fernseher

und nicht fernsehgerät.

oj, da kommt er wieder durch ihr nestbeschmutzertrieb :-)
wobei es gibt ja keine grösseren sprachnationalisten als die franzosen. na ja, ein paar böse wörter haben sie ja übernommen (blitzkrieg, bunker und waldsterben :-( )
in wien können sie eh deutsche ausdrücke benutzen - nur werden sie dann halt als piefke eingestuft und gehören nie dazu - nehm an das ist ihnen eh nicht wichtig.

wenn das die verneigung vor deutschen gastarbeitern und wirtschaftsfluechtlingen sein soll

ist es wohl besser wir schicken sie wieder heim ... und stellen die mauer an der richtigen grenze wieder auf

ja gut, die französische sprachpflege ist wohl ein eigenes kapitel. dafür erledigt das der staat, und dass sich franzosen über zb schweizerische, belgische oder kanadische ausdrücke sonderlich aufregen würden, ist mir noch nicht passiert, jedenfalls nicht im ausmaß des in ö grassierenden anti-piefkismus. bei letzterem spielt halt ein mordsmäßiger minderwertigkeitskomplex eine gewisse rolle. da muss ich nicht mitmachen, auch wenn ich stelze sage und nicht eisbein. aber das schweizerhaus ist mir so und so unsympathisch.

wie ist die situation jetzt? ich war zum ersten und letzuten mal 1978 in frankreich - und damals mussten wir immer sofort sagen dass wir eh nur ÖSTERREICHER wären. denn als deutscher wurde man (noch?) schlechter behandelt. mein sohn(österr.) hatte auch später, auf einem schulskikurs troubles - allerdings zur zeit der sanktionen. und der (von uns beiden) geliebte h.c.artmann hat mal anlässlich eines österreich litaraturschwerpunktes in F gesagt "die franzosen glauben sie hätten die kultur mit dem löffel gege(fr)ssen"

weiß jetzt nicht, was sie mit "situation" meinen

verallgemeinerungen sind immer problematisch, aber ich würde einmal sagen, dass das interesse am und das wissen über den deutschen sprachraum in frankreich erschreckend gering ist, was auch die sinkenden schülerzahlen beweisen (deutsch spielt in f in etwa die rolle von latein bei uns). österreich existiert, wenn überhaupt, nur in der üblichen klischeeversion in der französischen öffentlichkeit, also entweder die schiene schi/mozart/walzer oder haider/hitler. insgesamt kein ruhmesblatt für la douce france.

eierkuchenstreifensuppe??

Da zeigen Sie mir aber mal ein deutsches Kochbuch, wo das drinnen steht...

stimmt, richtig piefkinesisch müsste es heißen

eierkuchenstreifenhühnerklöschenkraftbrühe

bitte nicht die bösen, bösen sprach-beeinflussungen des wahrhaft wienerischen aus der vergangenheit vergessen: latein, griechisch, französisch, jiddisch und seit der erfindung des internet (zwischennetz?) wohl auch eine menge des englischen. alles streichen und fortan somit schweigen ... und heißts eigentlich haarspalter oder haarespalter? oder haarsspalter?

Und deswegen geht jetzt die Welt unter, oder was?

Ostösterreichische Kulinarik-Chauvinisten sollten bis an ihr Lebensende dazu verurteilt werden, täglich zwei Mal steirisches Wurzelfleisch essen zu müssen!

Preiselbeeren

während des Schmorens dazu und man bekommt noch eine süßlich-herbe Note im Saft. Damit lässt sich auch eine etwaig überdosierte Beize etwas abschwächen.

12.11.2006, 06:24
halten wir uns vor augen

sobald bei einem tier der tod eintritt, beginnt die verwesung. daher beizen wir in diesem fall, die in fäulnis übergehenden rinderleichenteile, damit wir unter anderem den modergeruch mit der beize übertünchen. dann wird das aas (= tierleiche) noch gebraten und in "gebeizten rinderbraten" umbenannt, damit liebhaber dieser ernährungsart es noch "genüsslich" verzehren können. der mensch ist, was er isst! guten appetit!

Dich sollte man wirklich endlich wegen Spam verklagen.

Ist ja nicht auszuhalten diese Belästigung von so einer Type.

"mlp"? Massive Lebensprobleme?

Mach da net ins Hemd wegen dem bissl toten Fleisch.
Und den Viecherl tut's ja nimma weh...

Soll i a kan Roten mehr trinken, weil die armen Wientrauben zerquetscht werden?

Und vielleicht nimma rauchen, wenn so a g'sunder Biokasperl wie du Angst hat, dass er umfallt, weil er a bissl Rauch g'schnuppert hat?

Hör auf mit dem Bledsinn...

haben ihre weintrauben ein zentrales nervensystem? bzgl. weniger rauchen ... aber ach geh, da werden's eh selber dann draufkommen. wohl bekomm's.

Allerdings ist es so, dass Rindfleisch (genauso wie Wild) erst dann so richtig gut schmeckt, wenn es schon leicht zu verwesen anfängt ("haut gout") - klingt grauslich, ist aber so.

"der mensch ist, was er isst."..

und sie denken, was sie schreiben.
das ist noch viel schlimmer !

ihren ausführungen nach wäre dann aber organtransplantation unmöglich. nur so als beispiel.

darf ich sie "osama der vegetarier" nennen,denn ihr fundamentalismus ist schon pathologisch zu bezeichnen.
wofür steht eigentlich mlp? eine abkürzung für m(üll),l(ästig) und p(athologisch) vielleicht?

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