Ex-"Stern"-Chefredakteur Maier einigt sich mit Gruner+Jahr

5. Juli 2000, 12:25
Der fast ein Jahr währende Rechtsstreit zwischen Michael Maier, dem früheren Chefredakteur der deutschen Illustrierten "Stern", und dem Hamburger Verlag Gruner+Jahr wurde nun beigelegt. Wie die "Berliner Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe) berichtete, haben sich die Konfliktparteien auf einen Vergleich geeinigt, über dessen Höhe Stillschweigen vereinbart wurde.

Der österreichische Medienlegionär Maier war nach nur sechsmonatiger Tätigkeit für den "Stern" am 1. Juli 1999 gekündigt worden. Das Arbeitsgericht Hamburg hatte daraufhin im November 1999 die fristlose Entlassung Maiers für unwirksam erklärt und ihm bis Ende 2001 einen Gehaltsanspruch in der Höhe von 2,5 Millionen Mark (17,6 Mill. S) zugestanden. Gruner+Jahr war daraufhin in Berufung gegangen.

Seit seinem Abgang beim "Stern" war Maier im Rahmen eines Forschungsprojekts der Hebräischen Universität Jerusalem tätig und schrieb für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und den "Standard". Vor seinem "Stern"-Engagement war er Chefredakteur der "Presse" und der "Berliner Zeitung". Nach Abschluss des Vergleichs sei Maier "frei für neue Aufgaben", berichtet der Branchendienst "kress.de". (APA)

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