Wikipedia-Gründer erhält "Erfinder-Preis"

Redaktion, 16. November 2006 16:02

Der am Tage der Erfinder 2006 zum ersten mal vergebene Preis geht an Jimmy Wales und sein freies Internetlexikons

Die Aufgabe der Jury war nicht einfach: Ein Erfinder sollte gefunden werden. Einer, der es wert ist einen neuen Preis zum ersten mal zu erhalten und einer, der etwas erschaffen hat das für unzählige Menschen nützlich ist.

Für die Allgemeinheit

Im Gegensatz zu den fast zeitgleich verliehenen Nobelpreisen soll dieser jährlich zu vergebende Erfinderpreis praktische Ideen honorieren. Dinge die im Leben Anwendung finden, statt im Labor. "Wir haben das ganze Jahr über Erfindungen sozusagen gesammelt und auf die Kriterien hin überprüft. Da waren tolle Erfindungen dabei, aber erst der Anstoß von der Überlegung Erfindung = Patent abzuweichen brachte uns auf den richtigen Weg", erklärt das Jurymitglied Marijan Jordan.

Alternativ

Die Begründung der Jury bezieht sich vor allem auf die Unterschiede zwischen Wales' Vorgehen und dem wie bisher Erfinder agierten. So heißt es dort: "Wo andere Erfinder zuerst daran denken, dass ein Patent ihnen alle möglichen Rechte sichert und sie zum Erfolg führt, hat Wales bewiesen, dass neue Technologien wie das Internet auch neue Denkansätze bei der Realisierung von Ideen erfordern. Freie Inhalte statt Patent." Die gesamte Begründung ist auf tag-der-erfinder.de nachzulesen.

Neue Ansätze

Somit wurde von den Initiatoren des Tages der Erfinder neben der Erfinderin Hedy Lamarr als Aushängeschild nun auch beim ersten Preisträger des Erfinderpreises eine ungewöhnliche Wahl getroffen. Der Grund dafür liegt laut Initiator Gerhard Muthenthaler von erfinder.at in einer neuen Erfindergeneration, die zunehmend mehr aus Programmierern besteht als aus Ingenieuren. "Von diesen neuen Ansätzen können auch andere Erfinder lernen." (red)

Der Preisträger wird nach der Veröffentlichung der Entscheidung am 9.11. informiert und eine persönliche Übergabe für seinen nächsten Aufenthalt in Deutschland geplant.

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.