8. März 2007, 10:48
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Wien - "Bachelor"- und Technik-Studien boomen: Den höchsten Studentenzuwachs im Wintersemester gibt es nach derzeitigem Stand an der Technischen Universität (TU) Graz mit 13 Prozent. Ein starkes Plus bei den Studienanfängern verzeichnen zudem die TU Wien und die Wirtschaftsuniversität (WU), die ihre Studienangebote beide heuer komplett auf das dreigliedrige Bologna-System (Bachelor-Master-Doktorat/PhD) umgestellt haben. Das zeigt eine Umfrage der APA über die Inskriptionszahlen nach Ende der regulären Zulassungsfristen. Bis zum 30. November läuft an allen Unis noch eine Inskriptions-Nachfrist, in der allerdings ein um zehn Prozent erhöhter Studienbeitrag zu bezahlen ist.

Frauenzuwachs an TU Graz

Die TU Graz - auch sie hat einen großen Teil ihrer Studien bereits auf das Bachelor-Master-System umgestellt - kommt mit Stichtag 3.11. auf 1.413 Erstsemestrige (erstmals an einer Uni inskribiert, Anm.) und 1.638 Neuzugelassene (beinhalten neben Erstsemestrigen auch Studienwechsler und Zweitfächer, Anm.). Das bedeutet bei Erstsemestrigen ein Plus von 13, bei Neuzugelassenen ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der starke Anstieg wird an der Uni vor allem mit dem Frauen-Zuwachs erklärt - die Zahl der weiblichen Erst- bzw. Neuzugelassenen stieg dabei um jeweils rund 20 Prozent.

Wirtschaftsuni und TU Wien

An der WU sind mit Stichtag 6. November 2.763 Erstzugelassene bzw. 4.318 Neuzugelassene registriert, das entspricht jeweils einem Zuwachs von rund 6,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahrs. An der TU Wien gibt es per 8. November 4.252 Neu- und 4.013 Erstzugelassene, jeweils ein Plus von knapp fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ein größeres Plus kann auch die Uni Klagenfurt verzeichnen: Mit Stand 8.11. konnte mit 1.102 Erstzugelassenen bereits der Inskriptions-Endstand des Vorjahrs (1.060) um rund vier Prozent übertroffen werden.

Kaum Veränderungen in Wien und Salzburg

Die Universität Wien wiederum hat nach der regulären Inskriptionsfrist rund 11.000 Erstzugelassene. Das entspricht fast dem Inskriptions-Endstand des Vorjahrs (11.130). Damit dürfte sich die Studienanfängerzahl in etwa auf dem Vorjahresniveau oder leicht darüber einpendeln.

Ein ähnliches Bild zeigt sich an der Universität Salzburg mit derzeit 2.522 Erstzugelassenen (7.11.). Das ist ebenfalls nur mehr knapp unter dem Inskriptions-Endstand von 2.591 des Vorjahrs, auch hier wird mit der gleichen Anfänger-Zahl wie im Vorjahr gerechnet.

Stagnieren in Graz und an der Boku

Stagnierende Anfängerzahlen werden auch an der Universität für Bodenkultur (Boku) erwartet: Nach dem Ende der regulären Zulassungsfrist wurden dort 1.634 Neuzugelassene verzeichnet, das sind 20 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Die Universität Graz verzeichnete mit rund 3.000 Erstzugelassenen einen Zuwachs von 50 Studenten gegenüber dem Vergleichs-Stichtag des Vorjahrs (plus 1,5 Prozent), auf den Endstand des Vorjahrs fehlen noch knapp 200 Studenten.

Beschränkte Anfängerzahlen

An den Medizin-Unis und der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) ist auf Grund der Platzbeschränkungen die Zahl der Studienanfänger festgelegt. Die Uni Innsbruck und die Uni Linz wollten vor Ende der Nachfrist keine Zahlen veröffentlichen. (APA)

  • Ein starkes Plus bei den Studienanfängern verzeichnendie TU Wien und die Wirtschaftsuniversität (WU), die ihre Studienangebote beide heuer komplett auf das dreigliedrige Bologna-System umgestellt haben.
    foto: standard/corn

    Ein starkes Plus bei den Studienanfängern verzeichnendie TU Wien und die Wirtschaftsuniversität (WU), die ihre Studienangebote beide heuer komplett auf das dreigliedrige Bologna-System umgestellt haben.

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