Fruchtig fruchtbar

14. März 2007, 13:08
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Gesund und ebenso dekorativ: Das Fruchtfleisch des Granatapfels enthält Vitamin C, Kalzium sowie Eisen und ist in der Küche vielfach verwendbar

Die meisten Menschen kennen den roten Granatapfel nur als Cocktail-Bestandteil in Form von Grenadinesirup. Von den gesunden Inhaltsstoffen des Weiderichgewächses wissen die Wenigsten. Dabei ist der Granatapfel reich an Kalium und enthält unter anderem Vitamin C, Kalzium und Eisen. Seine Phyto-Östrogene werden in Medikamenten für Frauen in den Wechseljahren eingesetzt und die Kosmetikindustrie stellt aus der Schale ein Extrakt her, das entzündungshemmend und zusammenziehend wirkt. Bereits im Mittelalter wurde der Sud, den das Auskochen der Wurzel und der Rinde des Granatapfelbaumes sowie der Fruchtschale ergab, als Anti-Wurmmittel auch gegen Bandwürmer eingesetzt.

Eine Scheinfrucht

Bis auf die Größe hat der Granatapfel nichts mit dem eigentlichen Apfel gemeinsam und kann auch nicht als solcher konsumiert werden. Die Frucht ist in Wirklichkeit eine Scheinfrucht und von vielen Wänden durchzogen. Dadurch befinden sich im Inneren Kammern, in denen zahlreiche kantige Samen, umgeben von geleeartigem, saftigem Fruchtfleisch, lagern. Deshalb war die Frucht bereits in der griechischen Antike ein Symbol der Fruchtbarkeit. Die Farbe des Fruchtfleisches reicht von hellrosa bis tiefrot und bildet den essbaren Teil des Granatapfels. Er kann direkt genossen werden und schmeckt süß-säuerlich, ähnlich wie rote Johannisbeeren. Dadurch eignet sich das Fruchtfleisch als dekorative Komponente für Süßspeisen und Eis sowie zur Verfeinerung von Wild- und Geflügelgerichten. (red)

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    Der Granatapfel war in der Antike ein Fruchtbarkeitssymbol.

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