ServLab ermöglicht virtuelle Servicewelten

16. November 2006, 16:02
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Erstes Projekt mit generierter Hotellobby viel versprechend - neueste Computertechnik, Schauspieler und 3D-Brillen

Forschern des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) ist es gelungen, Dienstleistungsunternehmen in einem speziellen Labor eine umfassende Plattform für die Entwicklung und visuelle Gestaltung moderner Serviceleistungen anzubieten. Das Labor mit Namen ServLab ermöglicht es, mittels modernster Virtual Reality-Technologie Serviceinnovationen auf Knopfdruck erfahrbar zu machen.

Lebendig

"Im Detail handelt es sich hierbei um eine im ServLab virtuell generierbare Raumstruktur, die durch neueste Computer- und Projektionstechnik, lebendige Schauspieler und 3D-Brillen möglich gemacht wird", erläutert Inka C. Mörschel aus dem Marktstrategie Team "Service Engineering" des Fraunhofer-IAO, im Gespräch mit pressetext. Basierend auf der bildlichen Simulation können somit Serviceprozesse in beliebigen Situationen und Umgebungen erschaffen und getestet werden. Mörschel verdeutlicht, dass das Fraunhofer-IAO in Kooperation mit der Hotellerie ein erstes Projekt präsentierte, in dem praxisnahe Check-in-Prozesse im künstlich erschaffenen Hotel möglich waren.

Nachbau

"Dazu wurde ein Hotel vollständig digitalisiert und in die virtuelle Realität übertragen. In dieser generierten Hotellobby-Umgebung konnten somit erstmals unterschiedlichste Servicesituationen durchgespielt werden." Die Expertin weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Alternativen zu herkömmlichen Check-in-Prozessen in Automatenform durchaus denkbar seien. An die Stelle traditioneller "Face-to-face-Empfänge" träten dann so genannte "Comfort-Empfänge", die sich durch einen speziellen Kundenzuschnitt auszeichnen. So könne den individuellen Vorlieben und Wünschen der Hotelgäste noch besser entsprochen werden.

Versuch

Derzeit umfasst die aktuelle Technikanordnung eine drei Mal drei Meter große Wand, an der sich die Virtual Reality in ihren Auswirkungen auf potenzielle Kunden untersuchen lässt. Mit Blick auf die Zukunft stellt die Expertin den Ausbau der bestehenden Installationsleinwand auf drei Mal sechs Meter in Aussicht. Dann sollen auch komplexere Simulationen von Prozessen, ähnlich der im Automobilsektor, umsetzbar sein. Unternehmen sollen auf diese Weise noch stärker bei deren Umsetzung neuer Produktideen durch das IAO unterstützt und begleitet werden. (pte)

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