Klebstoff wird teurer

21. November 2006, 16:30
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Nach den Waschmitteln werden die Preise bei Klebstoffen angehoben. Hersteller Henkel begründet den Schritt mit steigenden Kosten

Düsseldorf - Der weltweit führende Klebstoffhersteller Henkel (Pritt, Pattex) will wegen gestiegener Rohstoffpreise erneut an der Preisschraube drehen. Der Düsseldorfer Konzern kündigte am Mittwoch in seinem jüngsten Quartalsbericht "weitere differenzierte Preiserhöhungen" bei Klebstoffen für Konsumenten und Handwerker an. Auch bei Produkten für die Industriekunden plant Henkel weitere Preissteigerungen.

Im Waschmittelbereich hatte Henkel als weltweit drittgrößter Produzent bereits Preiserhöhungen vorgenommen. So wurden die Abgabepreise bei der umsatzstärksten Waschmittelmarke Persil in den ersten Monaten 2006 gegenüber dem Handel angehoben.

Anstieg des Privatkonsums

Im dritten Quartal 2006 profitierte der Konzern von einem leicht gestiegenen privaten Konsum in Westeuropa, Produktinnovationen und der anziehenden Baukonjunktur. "Wir sehen eine Verbesserung des Konsumklimas in Deutschland", sagte Konzernchef Ulrich Lehner am Mittwoch in St. Petersburg. Das zeige sich in den Geschäftsbereichen Kosmetik sowie Waschmittel und Haushaltsreiniger.

Im Heimatmarkt Deutschland, der für etwa ein Fünftel des Umsatzes steht - sei ein "erfreuliches Umsatzplus" erzielt worden. Der weltweite Konzernumsatz nahm im dritten Quartal 2006 um 3,8 Prozent auf 3,26 Mrd. Euro zu. Der Überschuss stieg gleichzeitig um 9 Prozent auf 217 Mio. Euro.

Lehner hob die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2006 an. Bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Verkäufe und Käufe werde der Umsatz voraussichtlich um etwa 5 Prozent wachsen. Zuvor war ein Plus von bis zu 4 Prozent erwartet worden. Im dritten Quartal belief sich das so genannte organische Umsatzwachstum auf 5,6 Prozent. Beim Ergebnis je Vorzugsaktie geht Lehner unverändert von einem Anstieg von etwa 10 Prozent aus.

Die Mitarbeiterzahl des Düsseldorfer Konzerns belief sich Ende September 2006 auf gut 52.300. Das sind 470 mehr als ein Jahr zuvor. Vier von fünf Mitarbeiter des Konzerns sind entsprechend der Umsatzverteilung außerhalb Deutschlands tätig. (APA/dpa/AP)

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    foto: henkel
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