Salzburger ÖVP will leistungsbezogenes Lehrergehalt

  • Fleißige Lehrer will die Salzburger ÖVP belohnen.
    foto: apa/dpa/weißbrod

    Fleißige Lehrer will die Salzburger ÖVP belohnen.

Schulsprecher Sampl will Biennalsprünge mit Fortbildung und Teamarbeit verknüpfen und Anfangsgehalt erhöhen

Wien/Salzburg - Lehrer sollen künftig nur bei entsprechender Leistung alle zwei Jahre eine Gehaltsstufe vorrücken dürfen. "Wer zu wenig leistet, soll es auch auf dem Gehaltszettel spüren", betonte der VP-Schulsprecher im Salzburger Landtag und designierte Rektor der Pädagogischen Hochschule Salzburg, Josef Sampl, gegenüber den "Salzburger Nachrichten" (Mittwoch-Ausgabe). Die Biennalsprünge will er vor allem von Fortbildung und Teamarbeit mit anderen Lehrern abhängig machen. Derzeit rücken Lehrer jedes zweite Jahr automatisch im Gehaltsschema eine Stufe vor.

Bonus für Weiterbildung

"Wer sich ständig weiterbildet, soll dafür einen Bonus erhalten. Wer das nicht tut, soll im Gehalt nicht vorrücken", meinte Sampl. Für die Teamarbeit könnte es an der Schule zum Beispiel zwei Nachmittage geben: "Wer da nicht dabei ist, wird bei der Gehaltsvorrückung gebremst." Parallel dazu verlangt Sampl eine Anhebung des Anfangsgehalts der Lehrer, dafür könnten die Gehaltsvorrückungen später geringer ausfallen.

Lohnaufstufung

Als Vorbild nannte Sampl ein Modell in Zürich: Dort hätten zuletzt 93 Prozent der Lehrer eine Lohnaufstufung erhalten, sechs Prozent blieben auf ihrem Gehalt sitzen, ein Prozent wurde herabgestuft.

Anfangsgehalt anheben

Die Biennalsprünge sind schon seit jeher Ansatzpunkte für Reformen bei der Lehrer-Besoldung. Ein VP-Modell sah etwa vor, sie - in Verbindung mit einer Anhebung des Anfangsgehalts - ganz abzuschaffen und die Anzahl der Gehaltsstufen von 18 auf fünf bis sechs zu reduzieren. (APA)

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