Merkel: Kohl soll sich zurückhalten

4. Juli 2000, 21:58

Die CDU-Chefin empfiehlt "mehr Zurückhaltung in der öffentlichen Darstellung"

CDU-Chefin Angela Merkel hat Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl wegen seines Auftritts als Zeuge vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Spendenaffäre, der auch von Parteifreunden als selbstherrlich bezeichnet wurde, kritisiert. Sie empfahl ihm am Dienstag "mehr Zurückhaltung in der öffentlichen Darstellung". Kohl habe durch seine Weigerung, die Spendernamen zu nennen, "eine offene Flanke" hinterlassen. Es gebe Interessenunterschiede zwischen Kohl und CDU. Indirekt sprach sie sich auch gegen die von Kohl initiierten regelmäßigen Treffen mit den CDU-Mitgliedern des Ausschusses aus. "Ich hoffe, er kann sich vorstellen, dass wir unsere Zukunft in die Hand nehmen müssen." (afs)
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