Oaxaca: Polizei zieht sich zurück

Redaktion, 7. November 2006, 19:28

Linke Gruppen bekennen sich zu Bombenanschlägen in Mexico City

Oaxaca - Nach schweren Ausschreitungen in den vergangenen Tagen hat sich im südmexikanischen Oaxaca am Montag eine Entspannung der Lage abgezeichnet. "Wir haben einen Rückzug der Polizei beobachtet, auch wurden einige Straßensperren abgebaut", sagte der Sprecher der Versammlung der Völker von Oaxaca (APPO), Florentino López, der Nachrichtenagentur AFP. Er schränkte allerdings ein, dass diese Bemühungen, die auf einen direkten Dialog zwischen Regierung und Demonstranten zielten, nur zaghaft seien.

Bekennerschreiben

Ebenfalls am Montag bekannten sich fünf linke Splittergruppen zu den Bombenanschlägen in Mexiko-Stadt. Die drei Sprengsätze waren am Sitz der jahrzehntelangen Regierungspartei der Institutionalisierten Revolution (PRI), vor dem Bundeswahlgericht und vor einer Filiale der Scotiabank Inverlat explodiert. Dabei war lediglich Sachschaden entstanden, Menschen wurden nicht verletzt. In ihren Bekennerschreiben bekundeten die Gruppen ihre Unterstützung für die APPO, die jedoch jede Verbindung zu den Anschlägen zurückwies.

Im mexikanischen Teilstaat Oaxaca und der gleichnamigen Hauptstadt kommt es seit Juni immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten auf der einen und Polizei und Armee auf der anderen Seite. Ausgangspunkt war ein Streik der rund 70.000 Lehrer des Bundesstaats, den die Sicherheitskräfte damals gewaltsam zu beenden versuchten. Daraufhin besetzte ein Teil der Streikenden im Juni mehrere Regierungsgebäude und forderte den Rücktritt von Gouverneur Ulises Ruiz. (APA)

aus einer medienkritischen perspektive

ist diese agenturmeldung ja auch nicht unspannend zu lesen. wie nahtlos doch der übergang im artikel von den demonstrantInnen in oaxaca zu den bombenlegern ist. so als ob es da einen zwingenden zusammenhang gäbe. und die abschliessende betonung der "gewaltsamen" demonstrationen passt da auch noch ins bild. vermittelt werden soll wohl, dass das eh alles dasselbe sei, demonstrantInnen in oaxaca, natürlich linke, und obskure bombenschmeisser in der hauptstadt. soviel zum thema nachrichtenagenturen als nützliche idioten der parteidiktatur in mexico.

wie wärs mit selber recherchieren, lieber standard, anstatt die propaganda zu übernehmen, die sich hier in den agenturmeldungen widerspiegelt?

Linke Gruppen und zwar: Movimiento Revolucionario Lucio Cabañas Barrientos (MR-LCB), Tendencia Democrática Revolucionaria-Ejército del Pueblo (TDR-EP), Organización Insurgente Primero de Mayo, Brigada de Ajusticiamiento 2 de Diciembre und Brigadas Populares de Liberación
Haben ein gemeinsames komunique herausgegeben.

sektiererische, militaristische Splittergrüppchen: die Kinderkrankheit der Linken!!!

entweder das

oder wir haben es hier mit einer mexicanischen neuauflage der strategie der spannung zu tun. wer ja auch nicht das allerneueste. der staat und seine paramilitärischen henker legen bomben, um einen vorwand zu haben, gegen die leute in oaxaca zuzuschlagen. ich habe jedenfalls noch nie was von diesen merkwürdigen splittergrüppchen gehört.

Da habe sie recht!

Selbst die AFI selbst hält bisher nur die Existenz der Tendencia Democrática Revolucionaria-Ejército del Pueblo (TDR-EP) für bestätigt.

Glaube aber nicht, dass die Oligarchie sich hier direkt (mit Paras) die Finger schmutzig gemacht hat.

Wäre ja nicht, das erste mal das Geheimdienste..etc innerhalb des LIW solche Linkssekten geschützt, benutzt und maninpuliert hätten, um die Linke selbst fertig zu machen und zu spalten!!

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