Test-Auto kommt ins Museum - Zu wenig Platz für Personen und Polizeiutensilien - Außerdem zu teuer
Wien - Der Porsche 911 Carrera, den die Polizei sechs Monate
lang probeweise in Verwendung hatte, kommt ins Museum. Knapp 50.000
Kilometer hat der 325 PS starke Flitzer von Mai bis Oktober auf
Autobahnen in acht Bundesländern abgespult und sich als äußerst
effektiv erwiesen, wenn es um das Einbremsen von Rasern und um
Werbung für die Firma Porsche Österreich ging. Manko: Das
Platzangebot.
So konnten die Polizisten, die mit dem Porsche Streife fuhren,
weder Pylonen transportieren, die zum Absperren von Verkehrsflächen
gebraucht werden, noch erwischte Alkolenker mitnehmen. "Da müsste
dann immer ein zweiter Streifenwagen angefordert werden, und das ist
zu umständlich", erläuterte der Sprecher des Innenministeriums,
Rudolf Gollia. Darüber hinaus kommt das Auto zu teuer.
Porsche-Museum in Gmünd
Derzeit steht der Porsche im Polizeidesign noch in der Meidlinger
Kaserne in Wien. Die Bundeshauptstadt war das einzige Bundesland, in
dem der 285 km/h schnelle Dienstwagen nicht im Einsatz war. Nächste
Station ist laut Gollia das Porsche-Museum in Gmünd.
Die nächsten Testautos der Exekutive sind vergleichsweise bieder.
Bei der steirischen Landesverkehrsabteilung ist ein Volvo V70 Kombi
mit 300 PS im Einsatz, das Landespolizeikommando Oberösterreich
bekommt einen erdgasbetriebenen VW Touran zur Verfügung gestellt. Das
gesamte Innenressort hat nach Angaben von Gollia 4.500 Dienstautos im
regulären Einsatz. Die flottesten Wagen sind 530er-BMW, die zwecks
Personenschutz während des EU-Ratsvorsitzes angeschafft wurden und
der Cobra "gehören". (APA)