Adobe beteiligt sich an Firefox-Entwicklung

3. April 2007, 14:53
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Hochperformante Javascript-Engine als Einstiegsgeschenk - Größter externer Code-Beitrag in der Geschichte des Mozilla-Projekts

Bedürfe es noch eines Beweises, dass Open Source als Produktionsweise auch mehr und mehr bei eingestanden Softwareherstellern Fuß fasst, so könnte er ausschauen: In einer Presseerklärung gibt Adobe bekannt, dass man sich künftig am Mozilla-Projekt beteiligen wird.

ECMAScript 4

Als Einstandsgeschenk bringt man die eigene "ActionScript Virtual Machine" ein. Die aktuelle dritte Generation der Technologie kommt vor allem im Flash Player zum Einsatz. Gemeinsam mit den Mozilla-EntwicklerInnen soll nun unter dem Projektnamen "Tamarin" eine Engine entstehen, die vollständige Unterstützung für ECMAScript 4 (Javascript 2) bietet.

Pläne

Diese soll dann nicht nur in weitere Flash-Player-Versionen einfließen, sondern auch in Spidermonkey, die Javascript-Engine von Mozilla / Firefox, integriert werden. Bis es soweit ist, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen, konkret visiert man Mozilla 2 / Firefox 4 im Jahr 2008 an.

Extern

"Die Arbeit von Adobe an der neuen virtuellen Maschine ist der größte externe Code-Beitrag seit der Gründung der Mozilla Foundation", zeigt sich Brendan Eich, Chief Technology Officer der Mozilla Corporation und Erfinder von JavaScript, erfreut. Adobe schenkt aber nicht einfach den Code her, sondern wird sich künftig auch an der Entwicklung beteiligen, die Tamarin-Projektseite listet sieben EntwicklerInnen auf.

Vorteile

Firefox-BenutzerInnen können sich dadurch vor allem auf eine gesteigerte Performance bei Javascript-intensiven Seiten und auch für die Browser-Erweiterungen freuen. Tamarin sollte dank eines Just-in-Time-Compilers um ein vielfaches flotter als die bisherige Lösung zu Werke gehen, auch auf geringen Speicherverbrauch soll besonders geachtet werden. (apo)

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