Hommage an stumme "City Girls"

6. November 2006, 22:41
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Berlinale-Retrospektive widmet sich Frauenbildern im Stummfilm: Von der dämonisierten Verführerin zum jugendlich-kecken Girl

Berlin - Die Retrospektive der 57. Internationalen Filmfestspiele in Berlin (8.-18. Februar 2007) ist den "City Girls" und damit den "Frauenbildern im Stummfilm" gewidmet. "Die Stummfilmzeit hat weltweit einen neuen Frauentyp auf der Leinwand propagiert, der bis heute für Modernität steht", sagte Berlinale-Chef Dieter Kosslick am Montag zu der neuen Retrospektive.

Die "dämonisierte Verführerin der Jahrhundertwende" wich seinerzeit allmählich dem "jugendlich-kecken Look des Girls". Die "kleinen Ladenmädchen", von denen Siegfried Kracauer sprach, die weiblichen Angestellten, waren eine neue Erscheinung.

Das Kino verklärte ihr Leben zwar meist, nahm es immerhin aber erstaunlich oft in den Blick, wie der Leiter der Retrospektive, Rainer Rother, betonte. Insgesamt werden auf der Berlinale 30 Stummfilmprogramme gezeigt mit Themen wie "Working Girls" oder "Husbands and Wives". Darunter ist auch Ernst Lubitschs turbulente Komödie "Ich möchte kein Mann sein" aus dem Jahr 1918. (APA/dpa)

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    Stummfilmstar Norma Talmadge

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