Schwerpunktaktion

26. Juli 2007, 12:59
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Nachdem erneut ein Fall von verunreinigter Hirse bekannt geworden ist, startet das Gesundheitsministerium eine Schwerpunktaktion zu Getreideprodukten

Wien - Erst am Freitag hatte das Ministerium erneut vor dem Verzehr einer Hirsesorte gewarnt, die mit Stechapfelsamen verunreinigt war. Der Verzehr 15 solcher Körner kann bereits tödlich sein.

Probenziehung in den nächsten Tagen

Die Schwerpunktaktion findet bundesweit statt und betrifft alle im Handel befindlichen Getreideprodukte wie etwa Hirse, Weizen oder Hafer, so Sprecher Jürgen Beilein. "Die Experten sind dabei einen Prüfplan zur Probennahme zu erstellen, spätestens morgen soll mit der Probenziehung in den Bundesländern begonnen werden", sagt er im Gespräch mit derStandard.at/Gesundheit. Sinn sei es herauszufinden, ob nur Hirse von den Stechapfelsamen-Verunreinigungen betroffen ist oder auch andere kleinkörnige Getreidearten wie zum Beispiel Amaranth verunreinigt sind. Geklärt soll damit werden, ob die jüngst bekannt gewordenen Verunreinigungen durch Stechapfelsamen Einzelfälle seien. Durchgeführt werden die Kontrollen von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Die ersten Proben sind laut Leopold Girsch, Direktor der Abteilung Landwirtschaft, schon bei der AGES eingelangt.

Unklarheit

Wo die verunreinigte Hirse der niederösterreichischen Firma Vollkraft verkauft wurde, muss noch geklärt werden, so Beilein. Damit sei die Lebensmittelaufsicht des Bundeslandes beschäftigt. Auf Grund des Lebensmittelschutzgesetzes lasse sich aber lückenlos nachvollziehen, wo das Produkt hingeliefert wurde.

Bereits Anfang Oktober musste der Lebensmitteldiskonter Hofer ein Produkt vom Markt nehmen, weil dieses mit den gefährlichen Samen verunreinigt war. Die Ursache der Verunreinigung ist noch nicht klar. (APA/mat)

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    Verunreinigte Hirse

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