Provider nicht berechtigt Aufzeichnungen über IP-Adressen zu führen

9. Juli 2007, 11:30
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Ertappte Tauschbörsen-User brachten Beschwerde bei Datenschutzkommission ein - Universal-Chef Hannes Eder plauderte über Filesharer

Laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Presse" vom Montag, könnte eine Empfehlung der Datenschutzkommission die Ausforschung privater Web-Nutzer künftig erschweren.

Beschwerde

Zwei "ertappte" Tauschbörsen-User zogen mit einer Beschwerde zur Datenschutzkommission, nachdem ihr Internet-Provider ihre Ausforschung ermöglicht hatte. Die beiden, die Musikstücke getauscht haben sollen, bekamen Recht. Laut Datenschutzkommission war der Provider nicht berechtigt, Aufzeichnungen über dynamische IP-Adressen zu führen. Es ist nur erlaubt Daten zu speichern, die für Verrechnungszwecke notwendig sind. Ob sich Gericht der Meinung der Datenschützer anschließen werden – bleibt abzuwarten.

Hip-Hop

Am Sonntag plauderte Universal Music Austria-Chef und "Starmania"-Kommentator Hannes Eder auf Ö3 über Filesharer und die aktuellen Preise von Download-Musik. Laut Eder hat das Downloaden von Musik aus dem Internet massive Auswirkungen auf Künstler. So ist Hip-Hop in Österreich nicht produzierbar. Daran tragen auch Filesharer Schuld.

Einigung

Das Bereitstellen von Tracks im Netz bezeichnete er als "geschäftsschädigend" - deswegen geht die Musikindustrie gegen User von Tauschbörsen vor. Laut Eder wurden in Österreich rund 100 Fälle außergerichtlich erledigt - gegen Bezahlung von Kosten- und Schadenersatz.

"Nicht einmal ein Seidel Bier."

Zusätzlich sprach sich der Universal-Chef gegen eine Senkung der Preise von Online-Musik Stores aus. "99 Cent für einen Song. Für drei Songs bekommst du in den meisten österreichischen Lokalen nicht einmal ein Seidel Bier." (red)

  • "Tatwaffe" von Filesharern

    "Tatwaffe" von Filesharern

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