Millionen-Strafe für Adware-König

13. November 2006, 10:36
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Zango, der größte Anbieter von Werbe- Software wird zur Kasse gebeten - 180Solutions und Co. nun offiziell betrügerisch

In einer Kundgabe hat die US-Handelsbehörde (Federal Trade Commission) bestätigt, sich mit dem weltweit größten Anbieter von Adware-Software Zango außergerichtlich geeinigt zu haben. Der Hersteller hat sich dazu bereiterklärt, eine Geldstrafe von 3 Millionen Dollar zu begleichen. Zudem müsse er in Zukunft seine Werbe-Software dezidiert kennzeichnen und die Zustimmung des Anwenders einholen, bevor sich die System-Einspielung vollzieht. Weiters muss von nun an, die Möglichkeit der Deinstallation bestehen.

Pop-up-Flut

Zango ist bei den meisten Usern noch besser bekannt als 180-Solutions. Nach dem Zusammenschluss mit der Firma Hotbar benannte man sich um in Zango. Insgesamt ist der Anbieter laut FTC Verantwortlich für die 70 Millionenfache heimliche Installation von Adware, die zu einer wahren Pop-up-Flut von 6,9 Milliarden Werbefenstern geführt hat.

Illegal

Um seine Software auf die heimischen Rechner zu schleusen, hat Zango auf heimtückische Methoden zurückgegriffen. So wurden beispielsweise Sicherheitslücken in Webbrowsern ausgenutzt, um de facto hinter dem Rücken des Users die Werbe-Software zu installieren. Anschließend wurde die Spur zum Installationsort verwischt und ein Code zur Widerrufung einer allfälligen Deinstallation integriert. (red)

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