Scheinhinrichtung afghanischer Kinder fotografiert

von Redaktion  |  16. November 2006, 17:31

"Berliner Morgenpost": Deutsche Soldaten bedrohten Jungen bei Patrouille - Unteroffizier: Kinder erhielten einen Dollar "als Lohn"

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Marco Polo Mehrizi 
05.11.2006 12:07
massengraeber

sollte diese story wahr sein, muss es konsequenzen fuer die soldaten geben. die geschichte mit den totenschaedel fotos ist allerdings etwas realitaetsfern. wir haben von 2000 bis 2003 - als ich mit den UN in Afghanistan war - hunderte dokumente ueber massengraeber bekommen. damals von der norwegischen ISAF truppe, aber die UN mission hat die ausdrueckliche anweisung ausgegeben das massengraber kein thema seien, ich verlies die UN mission in afghanistan daraufhin....

Marco Polo Mehrizi 
05.11.2006 11:58
massengraeber

sollte diese story wahr sein, muss es konsequenzen fuer dei soldaten geben. die geschichte mit den totenschaedel fotos ist allerdings etwas realitaetsfern. wir haben von 200 bis 2003 - als ich mit den UN in Afghanistan war - hunderte dokumente ueber massengraeber bekommen. damals von der norwegischen ISAF truppe, aber die UN mission hat die ausdrueckliche anweisung ausgegeben das massengraber kein thema seien, ich verlies die UN mission in afghanistan daraufhin....

gaius lucanicus
05.11.2006 10:54
...der taliban

rückt kabul immer näher...möglicherweise bald werden diese gelangweilten möchtegernhelden gelegenheit haben den echten krieg erleben und kämpfen zu dürfen. dann wird es aus sein mit diesen w..chserspielchen

Willhelm_Tell
05.11.2006 06:46
Die Buben werden vermutlich den Deutschen vorher nicht unbedingt zugejubelt haben.

Was darauf hin deutet, dass die Unterstützung der lokalen Bevölkerung für den Assistenzeinsatz der Deutschen gelinde gesagt jedenfalls nicht unbedingt eine 100%-ige ist.

R+E Jech 
05.11.2006 06:31
was verteidigen die Deutschen am Hindukush nochmal?

kyvv117
05.11.2006 08:13

zb.
die sicherheit der demokratischen freien welt - dass terrorcamps zerstört werden in denen ausländische fanatiker die vernichtung des "dekadenten" westens proben

zb.
demokratie - die abhaltung freier wahlen (grosse beteiligung trotz schlechter sicherheitslage)
das talibanregim, dass sich aus einem bürgerkrieg an die macht putschte steht sicher nicht für die mehrheit

z.b.
menschenrechte - dass nicht jeder der der steinzeitreligion der taliban zu wider lebt abgeschlachtet werden kann, oder in angst vor alltagsterror leben muss
frauenrechte im speziellen - dass frauen nicht mehr dass untergeschlecht sind, nicht mehr vor publikum gesteinigt werden können und die burka ablegen können, dass auch mädchen schulbildung erhalten

kameltreiber
06.11.2006 11:00
es ...

... wird also die "demokratie al'americaine" den bloßfüßigen gebracht. aha? und die sind dann tw. auch noch so undankbar und bekämpfen die besatzer!

"unzufriedenes pack sollte man ihnen zurufen!"

mein lieber scholli ...

Hampstead Hills
05.11.2006 10:14
Bzgl. freie Wahlen:

Haben sie sich schon mal näher betrachtet, welche Typen jetzt so alle im Parlament sitzen und sich als Provinzgouverneure und Polizeichefs tummeln?

Die gleichen Warlords und Clanchefs, die schon seit Jahrzehnten die Macht im Land haben. Und nach jedem Korruptionsskandal im Rotationsprinzip die Posten wechseln.

mfg

W. Müller 
05.11.2006 08:13
Die Freiheit !

Die Freiheit, ihre Anbauprodukte unbehelligt vermarkten zu dürfen. Die Freiheit der Warlords. ....

Ununpentium
05.11.2006 00:38
naja wer solche Fotos braucht, der hat in seiner Kindeheit sicher zu wenig an Zuwendung und Anerkennung bekommen.

Anders kann ich mir so etwas nicht erklären...

superficial
05.11.2006 01:06

vielleicht haben sie auch in der Bundeswehr zu wenig an Zuwendung und Anerkennung bekommen

kyvv117
04.11.2006 22:30
appeasement rules!

schei** auf demokratie und menschenrechte wenns unbequem wird - appeasement rules!

deutsche soldaten zur friedenssicherung, zur ermöglichung freier wahlen und humanitärer hilfe unter uno-mandat - alles mörder und faschisten, ohne ausnahme!

wenn sich steinzeitreligiöse terroristen an die macht putschen und willkürlich "jeder der nicht passt" abgeschlachtet werden kann, dann ist das kulturelle vielfalt eben, tolerant sein, nicht den westlich imperialistisch raster drüberstülpen
grundrechte, persönliche freiheit und selbstbestimmung sind doch relativ,
- mal ein paar frauen auf verdacht gesteinigt,
richtig archaisch lebendiges stammesleben eben
(bei der prächtigen tracht des untergeschlechts sind verwechslungen doch verständlich!)

Hampstead Hills
05.11.2006 10:20
Schon mal einer Scheinhinrichtung zugesehen?

Da pinkelt sich ein erwachsener Mann schon mal in die Hose, weil er vor lauter Angst die Kontrolle über seinen Körper verliert.

Diesem Kind sind Begriffe wie Freiheit und Demokratie völlig egal, es hat Traumata fürs Leben.

mfg

Jürgen Rembremerding
05.11.2006 15:15
Und wo hatten Sie die Gelegenheit zuzuschauen,

wenn Sie das auch anderen so nachdrücklich gleichsam als "Event" empfehlen?

Hampstead Hills
05.11.2006 15:22
Nicht im Zuge einer militärischen Intervention.

Das hatte was mit einer "privaten strafrechtlichen Sanktion" zu tun, ums mal so auszudrücken. Sicherlich ekelerregend, in diesem besonderen Fall aber wahrscheinlich durchaus zielführend.

Als empfehlendswerten Event würde ich das nicht gerade bezeichnen, sowas vergißt man selbst als nicht handlungsbeteiligter Zuseher nicht mehr.

mfg

Dante Alighieri
04.11.2006 23:15
Yay!

Bekämpfen wir Mord und Demütigung mit Mord und Demütigung -- super Idee! Dubya wird Sie mit offenen Armen aufnehmen!

kyvv117
05.11.2006 09:48

naja besser die arme von george walker bushs als
die von mahmud ahmadinedschad, kim jong-il, sadam hussein, muqtada as-sadr oder von doris bures

hallo51
04.11.2006 23:12

Sie haben doch nicht mehr alle Tassen im Schrank !

hallo51

herrschaftsfreie kommunikation 
04.11.2006 23:11
und warum muss man die afghanen zuerst umbringen,

bevor man ihnen "demokratie und menschenrechte" "beibringt"? unter gehrer hätten sie villeicht solche "pädagogische maßnahmen" vorschlagen können, normale menschen wissen aber, dass umgebrachte ziemlich lernfaul sind.

Jürgen Rembremerding
05.11.2006 11:00
Die Deutschen und Japaner wurden auch reihenweise

umgebracht, um ihnen Demokratie beizubringen.

Das gilt heute gemeinhin als "Befreiuung"!

Und wer das nicht so sieht, ist ein "Faschist" oder "Ewiggestriger"!

nick morgenland 
05.11.2006 16:23

der abwurf von atombomben auf die zentren zweier japanischer großstädte war jedenfalls ein kriegsverbrechen der sonderklasse.

die namen der schuldigen schmücken heute noch amerikanische schulen, bibliotheken.

es sollte wahrheitskommissionen geben für die letzten zweihundert jahre. ergebnisse in die schulbücher. austausch der schulbücher. das könnte eine gute prophylaxe sein.

Jürgen Rembremerding
05.11.2006 18:30
Die Atombombenabwürfe waren weniger

veheerend als der Luftangriff auf Pforzheim, den heute keine Sau mehr kennt.

nick morgenland 
05.11.2006 19:31

bemerkenswert war auch der abwurf von torpedos auf eine deutsche talsperre.

es gibt einige parallelen zur situation im zweiten weltkrieg, aber die vergleichbarkeit hält sich in grenzen (speziell auch zwischen roosevelt und bush - wie tag und nacht), die vorgeschichte hatte einen ganz anderen charakter und auch die "nachsorge".

die amerikanischen gefangenenlager waren damals diejenigen, in denen es am menschlichsten zugegangen ist. die politiker, die in den besetzten ländern antreten konnten, waren in der regel nicht korrupt. die usa führten damals auch keinen präventivkrieg.

hitler war tatsächlich das problem nummer 1, nummer 2 war stalin, nummer 3 der kolonialismus.

nick morgenland 
05.11.2006 15:52

sie sollten auch an die menschen denken, die unter diesem system zu leiden hatten (von den nazis als untermenschen bezeichnet).

wenn sie peter sloterdijks kritik der zynischen vernunft lesen (zweiter band), finden sie eine reihe von angaben zum damaligen zeitgeist. ich glaube, sie eignen sich recht gut dazu, das system zu verstehen. die nostalgie (so man sie hat) vergeht einem sehr rasch, wenn man das gelesen hat. diese theatralik, diese neigung zur gewalt, immer wieder biologismen (sozialdarwinismus). auch napoleon diente als vorbild (einsame entscheidungen) und zur rechtfertigung. die geschichte hat sich inzwischen mehrfach wiederholt (totalitarismus, völkermord).

nick morgenland 
05.11.2006 15:40
am ende hat es immerhin funktioniert


bei österreich, deutschland (teilweise) und japan.

die argumentation, die sie da bringen, wurde auch von bestimmten fpö-funktionären gebraucht (ewald stadler).

war es schade um das spitzel- und terrorsystem und die seltsame ideologie? der anschluss hatte sich jedenfalls für österreich nicht bewährt (vom austrofaschismus zum tausendjährigen reich). dass es immer noch ein paar leute gibt, die diesem system nachtrauern, ist ein phänomen, das schwer zu begreifen ist. der name der partei hätte nationalegoistisch lauten sollen. was ist so toll am führerprinzip? zur vorbeugung wäre zu empfehlen, in zukunft in den geschichtsbüchern vor allem jene persönlichkeiten zu erwähnen, die sich für den frieden eingesetzt haben.

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