Mit "erl" diplomiert sich der Wiener seine Leichtmütigkeit. Mit "erl" weicht er Unannehmlichkeiten aus und federt Grobheiten ab. Dank "erl" lassen sich die härtesten Brocken des Alltags auf die leichte Schulter nehmen, von wo sie einem bequem den Buckel runterrutschen können.
Als hätte die städtische Verniedlichungsfähigkeit noch eines letzten Beweises bedurft, läuft seit einigen Wochen ein Stadtbild prägendes Kampagntscherl mit tausenden Zetterln und Pickerln. Plakatwandheld ist ein Terrier-Hundserl mit großem Kopferl und kleinen Fußerl. Im Goscherl hält es ein Taferl mit der Botschaft: "Nimm ein Sackerl für mein Gackerl." (MA-Werbetexter hätte man werden sollen.)
Jedenfalls lässt sich anhand der Kampagne recht eindrucksvoll nachvollziehen, warum Hundebesitzer in Wien nicht auf die Idee kommen, den Dreck wirklich wegzuräumen. (Daniel Glattauer, DER STANDARD Printausgabe 4/5.11.2006)
Dieser Text entstand vor fünf Jahren. Ob Sie ihn mögen oder nicht: Für mich zählt er zu den wichtigsten
In der heimischen Gastronomie bewegt sie sich in eine völlig falsche Richtung: Im Deko-Wahn wanderte sie plötzlich auf die Tellerfläche
Abcash-Gerechtigkeit bei einer Eintrittskarte
Wörter, die auf keine Antwort warten, aber gern verwendet werden, weil man den anderen damit zwingt, der gleichen Meinung zu sein
Auf dem Gebiete oberösterreichischer Heimatpflege gibt es noch keinen Doppelkonsulententitel
Holprig Deutsch zu sprechen ist ansteckend
ich bin´s-------dein Gackerl.
Haben wir nicht ausgemacht, immer Klar Schiff zu machen? Haben wir nicht gesagt, daß bei uns niemals die Scheisse am dampfen sein soll?
Und? Sag ehrlich: Hast du mich ins Sackerl gegeben?
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Der Mann neben Ihnen hat das Gackerl nicht ins Sackerl gegeben!
Braucht er auch nicht, denn es war ja nicht von seinem Hunderl.
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1001 Ausreden die nichts nützen:
"Ich hab das Gackerl nicht ins Sackerl geben können weil es mich plötzlich angeknurrt hat!"
"Der Hund hat das Gackerl vergraben, so daß ich es nicht mehr gefunden habe!"
"Ich hab irrtümlich das Gackerl aufs Sackerl gegeben. Können SIe es bitte für mich halten?"
- weil nirgends kilometerweit solche Hundssackerlständerln aufgestellt sind.
- weil flüssige Scheiße sich schwer aufheben lässt
- weils dem Hercherl das Würschterl wirklich komplett egal ist
- weil es sowieso keine Strafen gibt, also wozu wegräumen, "gibt's ja den Hausmeister dazu"
- ...
wäre eine Möglichkeit! ( Kommt man drauf, wenn man sich nicht aufhalten muss, "pseudo-intellektuellen möchtegern-literaten" interessante Fragen zu stellen.) Politik-Kampagntscherl sind aber natürlich bequemer und noch zu wenig gebräuchlich. Wäre daher strikt für weitere Wiener Ideenwettbewerbe, die sich um Beachtung von Gesetzen in Wien kompetentest kümmern. Ideenwettbewerbsergebnisse zu beschließen ist ja schließlich Politik, die Kosten aus Steuermitteln zu zahlen, nur billiges Vergnügen an geistreichen Werbeideen und selten schönen Sprachperlen für begeisterte Wiener BürgerInnen!
die hundehalter genauso verfolgen wie parksünder!
es kann doch nicht sein, dass man falsch parkende autos mit einer armada von 'organen' überwacht, auf den gehsteig und die strasse scheissende hunde, resp. deren halter, einfach die regeln missachten lässt!
es fehlt nur am politischen willen das durchzusetzen. der spö ist die bequeme stimmenmehrheit aber lieber als die einhaltung ihrer eigenen verordnungen!
so schautz aus!
freund(erlwirt)schaft!
ich würde ja gerne wissen wie sich die hundebevölkerungsdichte in wien im vergleich zu anderen städten ähnlicher grösse verhält.
es gibt wenige städte wo ähnlich viel hundedreck herumliegt wie in wien...und soviel hunde gibts hier doch gar nicht.
was machen andere städte anders?
putzen die städtischen reinigungsorgane dort nicht bewusst um den dreck herum, andererseits wird die bewusste verschmutzung der stadt mit strafen sanktioniert.
ich kann beim besten willen nicht verstehen, wieso nicht einfach eine strafe von rund 50-100€ angesetzt wird und das ganze genauso wie falschparken (von denselben beamten) kontorlliert wird.
man bräucht keine werbekampagne und keine plakate mehr, die sache wär in einem jahr aus der welt.
man darf sich halt nicht davor fürchten auch der 70 jährigen oma klarzumachen, dass gesetze für alle gelten.
wien würds den herren regierenden danken, und die unzähligen hunde und hundebesitzer, die durch zuwiderhandelnde kollegen in verruf gebracht werden genauso.
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