Wissen: Gewinne zerbröseln

7. März 2007, 16:04
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Die Zahl der Bäcker-Filialen steigt, doch die Betriebe werden weniger

1900 Bäcker teilen sich in Österreich einen Backwarenmarkt von rund 1,6 Mrd. Euro. Die Zahl der Filialen steigt, doch die Betriebe werden weniger. 1994 wies die Branche laut der Bundesinnung Gewinne von im Schnitt sechs Prozent des Umsatzes aus. Heute liegen sie bei rund 0,4 Prozent. Die Eigenkapitalquote sank von 1994 bis 2003 von 6,5 auf 2,8 Prozent. Zu schaffen machen den Bäckern neben den gestiegenen Mehlpreisen vor allem hohe Energie- und Logistikkosten. Rund die Hälfte der Gesamtkosten entfällt auf Löhne, Rohstoffe machen etwa ein Viertel, die Energie rund drei Prozent der Kosten aus.

Aber auch Mühlen verdienen ihr Brot immer härter. Der Markt leidet unter Überkapazitäten, der Verdrängungskampf setzt vor allem kleinen Betrieben zu. Österreich zählt derzeit rund 170 Mühlen, rein rechnerisch genügen drei, um den Bedarf in Österreich abzudecken. Mit Abstand Marktführer ist LLI, gefolgt von den Assmannmühlen. Anton Rauch hat Westösterreich fest im Griff, Haberfellner versorgt unter anderem Hofer. (vk, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4./5.11.2006)

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