Forgent kassiert weitere 8 Millionen US-Dollar für JPEG-Patent

11. November 2006, 15:54
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30 Unternehmen - von Apple bis Sun - einigen sich mit dem Unternehmen - keine offenen Verfahren mehr

Es ist eine der umstrittensten "Erfolgsgeschichten" des IT-Zeitalters: Das US-Unternehmen Forgent hat sich auf eine einzige Sache spezialisiert: Das Eintreiben von Lizenzkosten für das im eigenen Besitz befindliche US-Patent 4.698.672, in dem es um ein Kompressionsverfahren für das Grafikformat JPEG geht.

Abmachung

Nach einer längeren rechtlichen Auseinandersetzung kann die Firma nun einen weiteren Erfolg verbuchen: 30 Unternehmen - darunter unter anderem so namhafte Konzerne wie Apple, Canon, Dell oder auch Sun - haben eine außergerichtliche Einigung mit Forgent erzielt. Nach diese erhält die Firma insgesamt rund 8 Millionen US-Dollar. Wer dabei genau wie viel zahlt, wurde nicht bekannt gegeben, mit dem Schritt wurden die letzten laufenden Verfahren rund um das JPEG-Patent

Preisverfall

Die betroffenen Unternehmen sind dabei aber ohnehin noch relativ günstig davon gekommen, denn in seiner Geschichte hat Forgent mit dem betreffenden Patent bereits mehr als 110 Millionen US-Dollar eingenommen. Das es dieses mal so kostengünstig abging, liegt wohl auch nicht zuletzt daran, dass das US-Patenamt - allerdings nicht letztinstanzlich - dem JPEG-Patent unlängst "Prior Art" attestiert hatte. Wäre diese Erkenntnis bestätigt worden, wäre damit auch wohl der Geldfluss für Forgent dahin.

Und weiter geht's

Die "Gefahr", dass sich das Unternehmen in die wohl abgesicherte Pension begibt, besteht aber trotzdem nicht. In Zukunft will man sich nämlich dem US-Patent 6.285.746. In diesem geht es um eine Technologie für Telefonkonferenzen, die betreffenden Firmen können sich also schon mal auf Klagen einstellen.(red)

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