Essen gegen die Kälte

5. März 2007, 12:37
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Nach der traditionellen Chinesischen Medizin sind im Winter scharfe Gewürze, Getreide, Bohnen und Nüsse besonders empfehlenswert

Wien - Wärme von innen ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin altbewährt. Scharfe Gewürze kurbeln den Stoffwechsel an und erhöhen die Verbrennungsleistung des Organismus. Dadurch steigt die Körpertemperatur. Die Ernährungslehre der TCM empfiehlt Chili, Paprika, Ingwer, Curry, Zwiebel, Knoblauch und Co.

Kochen und dünsten

"Bezüglich der Zubereitung sollte man im Winter kochen und im Wasserbad dünsten", rät die in Wien lebende TCM-Expertin Wen Shi Chun gegenüber der APA. "Vermeiden soll man kalte und schwer verdauliche Speisen." Zu den jetzt angesagten Lebensmitteln zählt die Chinesin Hirse, Buchweizen, Lamm-, Rind-, Hühnerfleisch, Azukibohnen, schwarze Bohnen, Champignons, Sesam, Maroni, Walnüsse, Longane, Bärlauch, Koriander, Shrimps, Garnelen, Honig, Malzzucker, Äpfel, Mandarinen, Trauben, Süßkartoffeln, Karotten und Spinat.

Ans Wetter anpassen

Der TCM zufolge ist der Mensch ein "organisches Ganzes" und zutiefst abhängig von äußeren Einflüssen der Natur. An Wetterveränderungen müsse er sich deswegen seiner Gesundheit zuliebe anpassen. Wer nicht auf die Besonderheiten der Jahreszeiten reagiere, lasse "schädliche Einflüsse" in seinen Körper. Im Frühjahr soll man sich vor Wind schützen, im Sommer vor Hitze und Feuchtigkeit, im Herbst vor Trockenheit, und das aktuelle TCM-Ernährungsmotto heißt: Essen gegen die Kälte.

Qi und Yang

Laut chinesischer Lehre soll man im Winter seine Körperenergie ("Qi") - und damit das Immunsystem - stärken. Die Kälte greife vor allem die Yang-Energie an. "Der Kälte-Einfluss dringt durch Haut, Nase und Mund in den Körper", erläuterte Wen. "Dadurch treten Beschwerden auf wie Grippe, verstopfte Nase, Schnupfen, Halsschmerzen und Husten."

Laut TCM kann Folgendes passieren: Die Yang-Energie wird durch die Kälte gestört, ihre wärmende und antreibende Funktion herabgesetzt. Das hemme den Fluss von Blut und anderen Körperflüssigkeiten, dadurch trete Stau auf. Die Folgen: Kältegefühl in Händen und Füßen, Gelenks- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen etc. "Wenn der Kälteeinfluss bereits die Nierengegend erreicht und das Nieren-Yang-Qi beeinträchtigt, hat das Blässe im Gesicht, häufiges Urinieren, Müdigkeitserscheinungen und Erschöpfungszustände zur Folge", sagte Wen. (APA)

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    Gewürze wärmen den Körper von innen...

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