Steirischer "Junker" on top

7. November 2006, 16:22
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Unter Österreichs Jungweinen mit über 50 Prozent Marktanteil die Nummer eins. 300 Betriebe erwarten rund sechs Millionen Euro Umsatz

Graz - Der steirische "Junker" bleibt - trotz verstärkter Konkurrenz aus den anderen österreichischen Weinbaugebieten - im Segment Jungwein die Nummer eins in Österreich: Mit rund 1,3 (2005: 1,3) Mio. Flaschen halten die jungen Steirer immer noch über 60 Prozent Marktanteil. Rund 300 Betriebe erwarten aus diesem "schnellen Geschäft" einen Umsatz von - gleich gebliebenen - etwa 6 Mio. Euro. Der Ab-Hof-Flaschenpreis blieb mit rund 5 Euro stabil. Präsentiert wird der heimische Primeur am 8. November an sechs Schauplätzen in Österreich.

Der Junker, seit 1995 unter der Dachmarke "Steirischer Junker" verkauft, macht fünf bis sechs Prozent der gesamten steirischen Weinernte aus, die laut Werner Luttenberger, Weinbaudirektor der steirischen Landwirtschaftskammer, heuer mit 180.000 hl (176.000 hl) geringfügig größer ausfallen wird als im Vorjahr. Vertrieben wird der Junker hauptsächlich über den Fachhandel in die Gastronomie aber auch Ab-Hof. Wie die Richtlinien für den Junker vorsehen, darf der Wein zwölf Volumsprozent nicht überschreiten, generell werden auch nur maximal vier Gramm Restzucker toleriert. Bei der Einreichung zur Prüfnummer fallen 15 Prozent durch, weil sie nicht der gewünschten Typik entsprechen, erklärt Luttenberger.

Keine Angst vor der Konkurrenz

Die Konkurrenz aus dem Burgenland und aus Niederösterreich fürchtet man in der Steiermark nicht, auch wenn man etwas später - traditionell am Mittwoch vor Martini - in den Verkauf kommt. Durch den hohen Reifegrad und die regional untypisch frühe Lese - Hauptlesetermin war vom 20. bis 22. September - hatte der junge Rebensaft fünf Wochen Zeit vom Stock in die Flasche - mehr als sonst und "genug, um Substanz zu bringen", so Luttenberger. Der Faktor Zeit lasse auch erwarten, dass der Junge auch noch im Fasching und darüber hinaus gut getrunken werden könne.

Als Basiswein für den Junker gilt nach wie vor der Rivaner (Müller-Thurgau). Besondere Noten werden dann im Verschnitt mit kleineren Mengen anderer Sorten erreicht. Erste Proben des "2006er" versprechen eine bisher nur ganz selten da gewesene Fruchtausprägung. "Die Weine werden heuer gegenüber dem Vorjahr etwas kräftiger, noch fruchtiger und körperreicher sein, weil der Herbst mit hohen Tagestemperaturen und kühlen Nächten die Trauben besonders regionaltypisch reifen ließ", kommentiert der Fachmann von der steirischen Kammer. (APA)

Präsentation steirischer "Junker" am 8. November, 18.00 Uhr.
Infos: www.steirischerwein.at
  • Artikelbild
    foto: www.steirischerjunker.at
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