Mehr Mobilität

5. November 2006, 16:00
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Das Bildungsprogramm Grundtvig fördert die Entwicklung der Europäischen Dimension im lebensbegleitenden Lernen

Die Dynamik des wirtschaftlichen, sozialen und technologischen Wandels verändert die beruflichen Anforderungen ständig. Berufsbegleitender Weiterbildung kommt daher ein immer wichtigerer Stellenwert zu. Das Spektrum an Möglichkeiten ist groß. Berufserfahrung im Ausland zu erlangen ist dabei nur eine von vielen.

 

Auch die Europäische Union hat einen Schwerpunkt zu Lebenslangem Lernen gesetzt. Ab Jänner 2007 startet die neue Programmgeneration und soll dazu beitragen, dass sich die Gemeinschaft zu einer fortschrittlichen Wissensgesellschaft mit nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung, mehr und besseren Arbeitsplätzen und größerem sozialem Zusammenhalt entwickelt. Das Europäische Programm für Lebenslanges Lernen und umfasst sowohl Maßnahmen zur Förderung der beruflichen als auch der allgemeinen Bildung.

Erwachsenenbildung

Das Programm Grundtvig - benannt nach dem Gründer der Volkshochschulen - verfolgt das Ziel, die Qualität und die europäische Dimension der Erwachsenenbildung zu verbessern. "In diesem Rahmen fördern wir Europäische Kooperationsprojekte zwischen Einrichtungen der Erwachsenenbildung wie Lernpartnerschaften mit anderen EU-Ländern und bieten Einzelstipendien zur Fortbildung von Lehrkräften in der Erwachsenenbildung, erklärt Ursula Großruck von der Sokrates-Nationalagentur. "Ziel ist, dass auch kleine Institutionen über den Tellerrand schauen können, europaweite Netzwerke entstehen und innovative Ideen für die Vermittlung von lebensbegleitendem Lernen mit europäischer Dimension geschaffen werden."

Für "Grundtvig" reichen in der Regel schulische und außerschulische Einrichtungen, die im Erwachsenenbildungssektor tätig sind, ein. Gemeinsam mit bis zu fünf Kursteilnehmern reisen Vortragende nach Projektbewilligung in andere Länder zum Erfahrungsaustausch. "Im Mittelpunkt stehen dabei allerdings nicht Berufsausbildungen, sondern Zusatzqualifikationen aus dem breiten Feld der Allgemeinbildung", erklärte Wolfgang Eckel, Leiter der Sokrates Nationalagentur.

Seit 1995 machten bereits 75.000 Österreicherinnen und Österreicher im Zuge des Programms für Lebenslanges Lernen wertvolle Erfahrungen im Ausland. Das auf Erwachsenenbildung zugeschnittene Austauschprogramm meldet für 2006 eine Rekordbeteiligung. 127 Anträge mit beantragten Projektmitteln in der Höhe von rund 1,392.000 Euro gibt es 2006, zum Start des Programmes 2001 waren es noch 30 Anträge. Ziel ist es, dass bis 2013 pro Jahr 7000 Studierenden in der Erwachsenenbildung ein Auslandsstudium dadurch ermöglicht werden kann. (red)

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