Kostengünstige Herstellung von photonischen Kristallen

4. Juli 2000, 11:41

Photonen sind die besten Boten für schnelle Informationsübermittlung

Toronto/Kanada - Bis jetzt wurden photonische Kristalle in aufwendigen lithographischen Prozeduren hergestellt. Das neue Verfahren von kanadischen Forschern könnte die Basis liefern für die Herstellung photonischer Kristalle im industriellen Maßstab. Die Forscher der University of Toronto trugen Silizium in den Hohlräumen eines künstlichen Opals auf. Nach dem Aufwachsen wurde das Material der Schablone entfernt. Der Prozess dauerte etwa 24 Stunden.

Photonen sind die besten Boten für schnelle Informationsübermittlung. Da sie weder Masse noch Ladung haben beeinflussen sie sich nicht und optische Leitungen müssen im Gegensatz zu elektronischen nicht gegeneinander abgeschirmt werden. Nun wäre es natürlich sinnvoll, die optischen Informationen aus der Glasfaser direkt optisch verarbeiten zu können und sie nicht in elektronische umwandeln zu müssen. Photonische Kristalle , das Analogon zum elektronischen Halbleiterkristall hat man schon, nur bis jetzt war die Herstellung ungewöhnlich aufwendig und zeitraubend.

Das neue Verfahren, das die Forscher der Universität Toronto zusammen mit ihren spanischen Kollegen entwickelt haben, bietet das Potenzial für eine Produktion im industriellen Maßstab. Dieses Verfahren verwendet künstliche Opale als dreidimensionale Schablone. Das nächste Ziel der Wissenschaftler ist nun die Herstellung der Schablone zu verallgemeinern, so dass Wellenleiter und Punktdefekte angelegt werden können. Ansprechpartner: Prof. Dr. Geoffrey A. Ozin, Universität Toronto, E-Mail: gozin@alchemy.chem.utoronto.ca (stpnews/pte)

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