UMTS-Lizenzvergabe wird am 10. Juli ausgeschrieben

4. Juli 2000, 10:49

Mehrere internationale Bewerber erwartet

Voraussichtlich am 10. Juli werden die österreichischen Frequenzen für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) zur Versteigerung ausgeschrieben, nachdem die Telekom Control Kommission die detaillierten Ausschreibungsbedingungen am Montag, beschlossen hat. Telekom-Experten erwarten neben österreichischen auch mehrere internationale Bewerber, das Infrastrukturministerium rechnet laut Telekom-Beauftragter Gundel Herz mit bis zu sieben Bewerbern.

Die bestehenden vier österreichischen Mobilfunkbetreibern Mobilkom, max.mobil, One und tele.ring werden sich sicher bewerben, sagte der Telekom-Experte von Arthur D. Little, Georg Serentschy. Auch die mehrheitlich in Besitz der Swisscom befindliche UTA (Wien) und CyberTron (Wien) werden sich - wahrscheinlich in Konsortien - um das begehrte Gut bewerben. Ein möglicher Kandidat sei auch der US-Konzern Ameritech, die in Österreich nach der gescheiterten Übernahme der Viertelmehrheit an der Telekom Austria "noch eine Rechnung offen" habe und zudem eine Kleinländerstrategie verfolge, erläuterte Serentschy. Weitere potenzielle Bewerber seien France Telecom, AT&T (USA) und NTT Docomo (Japan).

In Österreich sollen vier bis sechs UMTS-Lizenzen in einem offenen, simultanen, aufsteigenden Mehrrundenverfahren versteigert werden. Die Hochgeschwindigkeits-Technik UMTS, die einen schnellen und drahtlosen Zugriff auf Bilder, Videos und Musik ermöglicht, ist bis zu 30 Mal schneller als ISDN (64 kBit pro Sekunde) und bis zu 200 Mal schneller als heutige GSM-Handys (9,6 kBit pro Sekunde). (APA)

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