AUA will Airbus-Flotte abbauen

2. November 2006, 13:13
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Erst kürzlich wurden die Australien-Destinationen gestrichen, nun werden weitere, darunter die Shanghai-Verbindungen, eingestellt

Wien - Der Aufsichtsrat der Austrian Airlines (AUA) hat den Abbau der vier Airbus A330-Maschinen bei einer außerordentlichen Sitzung am Mittwoch beschlossen. Dies steht im Zusammenhang mit Sanierungsmaßnahmen des Luftfahrtkonzerns, wie die AUA in einer Aussendung am späteren Mittwochabend bekannt gab. Der Abbau der Airbus A330-Flotte soll ab 2007 geschehen. Dies soll Einsparungen von bis zu 40 Millionen Euro jährlich bringen. Dies soll allerdings erst ab dem Geschäftsjahr 2009 voll wirksam werden. Über die Auswirkungen dieser Maßnahme auf den AUA-Mitarbeiterstand wollte man zunächst keine konkreten Angaben machen.

Im Zusammenhang damit reduziert die AUA ihre Langstreckenflüge: die Linienflüge nach Shanghai werden ab 7. Jänner 2007, nach Phuket, Mauritius und Colombo/Male mit Ende April und nach Kathmandu im Mai 2007 eingestellt. Lauda Air werde sich 2007 aus dem Langstrecken-Chartergeschäft zurückziehen. Evaluierte Routen nach Karachi in Pakistan und Chennai in Indien werden nicht angeflogen. Die neue US-Destination Chicago wird mit 29. Mai 2007 aufgenommen.

Austrian-Vorstandsvorsitzender Alfred Ötsch räumte laut Aussendung die Notwendigkeit einer "grundlegenden Sanierung" ein: "Die wirtschaftliche Situation verlangt uns im Vorfeld der Kapitalerhöhung eine grundlegende Sanierung ertragsschwacher Strukturen und Produktionen ab." Aufgrund der hohen Treibstoffpreise waren insbesondere Langstreckenflüge in letzter Zeit Verlustbringer gewesen. (APA)

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    foto: standard/andy urban
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