Apples iTunes fordert sein erstes Opfer

8. Jänner 2007, 13:59
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Aggressive Wettbewerbs- Strategie zwingt japanischen Anbieter zur Aufgabe - Öffnung könnte Wendung bringen

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, kündigte der Online-Musik-Anbieter Oricon am Mittwoch seinen Rückzug aus dem Download-Markt an. Anstelle dessen wird man künftig auf seiner Website auf andere Musik-Shops verlinken und sich auf - in Japan äußerst populären - Musik-Downloads für Handys konzentrieren.

Davon gezogen

"Der iPod hat uns alle abgehängt.", so ein Sprecher des Unternehmens. "Wenn iPod-Nutzer Musik von unserer Plattform verwenden könnten, hätten wir vielleicht noch gewartet, um zu sehen, ob sich das Blatt noch wendet."

Der Markt ist anders

Oricons Download-Store hatte, seit dem Start im März 2005, 213.900 Dollar pro Monat verloren. Aber auch Apple selbst hält in Japan bei lediglich 5 Prozent Marktanteilen. Mobil-Musik-Anbieter wie KDDI werden der Nachfrage mit ihren Angeboten weit mehr gerecht, als klassische Online-Musik-Distributoren.

Handy, Musik, Geld

Für den Internet-Musik-Markt wird 2006 ein Wachstum von 26 Prozent prognostiziert, was zu einem Umsatz von 249 Millionen Dollar führen würde. Handy-Downloads lassen den "großen Bruder" mit einem Marktwert von 1,9 Milliarden jedoch ganz klar im Schatten stehen. Noch dazu würden nach Ansicht von Oricon die heimischen Kopierschutzrichtlinien ein attraktives Aufgebot an japanischer Pop-Musik für Online-Anbieter schwierig machen. (red)

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