Che Mobil: Kampf um Kunden auch über Zukäufe

8. November 2006, 10:11
1 Posting

Akquisition von Debitel-Light soll Marktposition stärken

Der virtuelle Mobilfunkanbieter Che Mobil, der erst in der vergangenen Woche in Deutschland an den Start gegangen ist, setzt bei seinem Kampf um Kunden auch auf Akquisitionen. Nach einem ersten Anlauf am 11. Oktober hat das Unternehmen dem Mobilfunkdiscounter Debitel-Light heute, Dienstag, ein erneutes Übernahmeangebot gemacht. Dabei schielt Che Mobil auf die Verträge des bisherigen Wettbewerbers mit Kunden, Netzbetreibern und Vertriebspartnern.

Gutes Angebot

"Wir haben Debitel ein Angebot gemacht, das sie kaum ablehnen können. Nun hoffen wir im Sinne aller Beteiligten auf eine schnelle Entscheidung", erklärt Che-Mobil-Chef Nils Tharandt-Ortiz. Durch die Übernahme des Debitel-Light-Kundenstamms erhofft sich Che Mobil eine erhebliche Stärkung der Marktposition. Die geplanten Tarifmodelle und Produkte ließen sich mit den zusätzlichen Ressourcen früher und schneller realisieren als bisher gedacht, heißt es in einer Unternehmensaussendung.

Mitarbeiter benötigt

Interessiert zeigt sich der Marktneuling naturgemäß auch an einer Übernahme der Debitel-Light-Mitarbeiter. "Das sind Kompetenzen, die wir sowieso benötigen. Darüber hinaus sollen aber auch die Kunden erhalten bleiben", meint Tharandt-Ortiz. Im Falle einer Übernahme sei etwa ein Rebranding in "Che Mobil light" möglich. Die Marke könnte dann als Discount-Marke allein für den deutschen Markt positioniert werden, blickt Tharandt-Ortiz in die Zukunft.

Revolution

Che Mobil will derzeit den Markt mithilfe des südamerikanischen Revolutionärs Che Guevara und geringen Kosten für In- und Auslandsgespräche aufrollen. So telefonieren Che Mobil-Kunden innerhalb Deutschlands für 0,16 Euro pro Minute. Auslandsgespräche nach Deutschland kosten 0,39 Euro. Die angepriesene sogenannte "Preis Revolución" soll durch eine Umgehung derzeit gültiger Roaming-Abkommen zustande kommen.

Start

Bisher sei das Geschäft gut angelaufen, zieht Tharandt-Ortiz gut eine Woche nach dem Deutschland-Start gegenüber pressetext eine erste Bilanz. "Wir sind zuerst einmal bestrebt, ein beständiges und gesundes Unternehmen zu schaffen", meint der Che-Mobil-Chef. Bei 25.000 Kunden sei der Breakeven erreicht. Innerhalb der kommenden drei Jahre peilt Che Mobile laut Tharandt-Ortiz "mehrere 100.000 Kunden" an. Che Mobil ist ein Tochterunternehmen der französischen Scoot Mobile und beschäftigt derzeit acht Mitarbeiter. (pte)

  • Artikelbild
    pte
Share if you care.