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Was einem alles am Popo vorbeigehen kann: zum Beispiel die Disziplin "Nackter Popo-"5 Kilometer-Lauf, wie hier 2001 am niederländischen Mari Baja Strand.
Während man mit "Am Arsch vorbei" auf saftig-deftige Weise zum Ausdruck bringen kann, dass man an einer Angelegenheit nicht interessiert ist, wird man umgekehrt auch keinen Schönheitspreis für eine besonders distinguierte Ausdrucksweise gewinnen, wenn man diese Formulierung verwendet.
In letzter Zeit hat ihr Chronist öfters die leicht entschärfte Variante "Das geht mir am Popo vorbei" gehört, die vielleicht aus dem Wunsch entstanden ist, sich weniger anstößig zu artikulieren. Ich meine allerdings, dass "am Popo vorbei" besonders gerne von Leuten verwendet wird, die auch vor einem "Arsch" keineswegs zurückschrecken würden und mit der Verwendung des "Popos" lediglich ironisch zum Ausdruck bringen, dass sie sich in Wahrheit aus voller Überzeugung über sprachliche Anstandsvorschriften lustig machen würden, wenn sie es für nötig halten.
Sieben Jahre nachdem die ersten Einträge erschienen sind, stellt Christoph Winder sein Online-Projekt in der gewohnten Form ein
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Ein Drink zu guter Letzt
Würzige Worte über Weine
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Nüchterne Zusammenarbeit
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Himmlische Wortbildungen
Verzicht, einmal anders
Unaussprechlich von A bis Z
Reflexiver und sonstiger Alkoholgenuss
Schamhafte Schreibungen (Fortsetzung)
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Zorn im Sesambrötchen
Betagte Vorfahren
Knappe Charakteristiken vom Adabei
Ein billiger Pizzabelag
Pars pro toto
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Talk unter Investmentbankern
Das Geheimnis der Unwiderstehlichkeit
Widerwilliges Geldausgeben
Unter dem Einfluss von Kalorien oder Alkohol
Ein aufdringliches Medienparadoxon
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Nationale Pendants zu Germano-Promis
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Eine uralte Formulierung im Computermilieu
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Urlaub auf poetisch
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Schamvolle Schreibweisen
Ein Rückwanderer
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Ein Prachtformulierung im Radio
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Nicht nur zu den Frankfurtern
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In nicht alltäglicher Gewandung
Spannt im Märzen die Rösslein ein
Eine deutsch-griechische Volkskrankheit
Nicht mehr ganz taufrisch
Kein Land wie jedes andere
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Ein zeitweiliger Verlust der Contenance
In der Vorauswahl zur Preisvergabe 2006
Es darf ein bisschen weniger sein
Hinweis auf ein kleines Übersetzungsproblem
Amtshandlung mit einem neuen Begriff
Aversionen kann man gegen alles Mögliche haben - auch gegen Aussprüche
Eine hübsche neue Wortkreation aus dem Umfeld der Bildzeitung
ist faustdick im Trend
Die Diversifizierung der Warenwelt schreitet unaufhörlich voran ...
... steht eine dicke fette Phrase
Zaimoglu im Standard vom 23. 9. 2007: "Nun habe ich so meine Probleme mit jeglicher Art von Bekennertum. In meiner eigenen Dekadenz finde ich erst einmal die Details sehr wichtig. Der ,große politische Rahmen' geht mir am Allerwertesten vorbei."
möchte ich hier einmal dazu aufrufen, die unzähligen bezeichnungen für das "gaxen" zu beleuchten...
da wäre einmal de wunderschön altmodische ausdruck des defäkierens, der mein persönlicher favorit ist, dazu möchte ich meine eigene wortschöpfung des exkrementierens hinzufügen...
weitere worschöpfungen meinerseits wären da das "koten setzen" für leute, die planerisch tätig sind und das kotieren, für diejenigen, die programmiertechnisch unterwegs sind.
ausserdem gibt es im rechtsvulgären millieu dafür die äusserst unschöne bezeichnung "einen neger abseilen".
fast schon süßlich-kindlich klingt hingegen "ein ei legen".
verrichtetes geschäft kann man dann mit "jetzt bin i aber ausgschissen" verkünden...
... hätte ich bislang als Grund für den Aufwärtstrend des Popo zu Lasten des Arsches vermutet.
Zumindest fällt mir auf, dass ich (in Diskussionsforen etc.) immer öfter lese, dass etwas sch... ist, während man es früher noch ungeniert sagte, wenn etwas als "zum Scheißen" eingestuft wurde.
Drum sah ich den Popo ebenfalls als Ausprägung der neuen Verschämtheit.
übernehmen wir wieder mal das Verhalten der Amis, die jedes kleinste Fuzerl an Vulgarität wegzensieren. Zu nutzen scheint das allerdings wenig.
Vor einigen Wochen hatte ich das (unfreiwillige) Vergnügen einem jungen Amerikaner zuzuhören, der zwei älteren Herren die Welt erklärte und dabei in jedem Satz mindestens ein Shit oder Fuck unterzubringen suchte (was ich mir nicht einfach vorstelle, aber er schien Übung zu haben).
ich hatte in rotterdam das vergnügen einen besoffenen neuseeländer zu treffen, der zwischen seine "fucks" bei genauer betrachtung mehr worte pressen konnte als es zunächst den ohrenschein hatte.
ich verwende übrigens den ausdruck "am gesäß vorbei", ist weniger infantil
dafür fluche ich im englischen gerne
"bloody hell" klingt ja auch nicht wirklich schlimm
bei den us-amerikanischen hip-hop "künstlern" ist ja das wort "fuck" so fix in einem satz, wie das amen im gebet.
im radio kann diese zensur einmal dahingehend ausarten, dass von besagtem song nur mehr der instrumental-tschin-bum übrig bleibt, da alle anrüchigen worte einfach gestrichen werden.
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