Tempo 100 auf Autobahnen - Vorbereitungen für flexible Limits auf A14

31. Oktober 2006, 14:51
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Keine Tempo-100-Beschränkungen im Burgenland

In Vorarlberg laufen derzeit die Vorbereitungen für flexible Tempolimits auf der Rheintalautobahn (A14). Die Geschwindigkeit soll zukünftig bei hohen Belastungen - etwa großem Verkehrsaufkommen, Luftverfrachtungen, ungünstiger Wetterlage und starken Feinstaubbelastungen - herabgesetzt werden können. Dies könne aber erst geschehen, wenn 2008 und 2009 die immissionsgesteuerten Verkehrslenkungsanlagen auf der A14 installiert würden, informierte Umwelt-Landesrat Erich Schwärzler (V) am Dienstag. Er hoffe, die Asfinag werde diesbezüglich ihre Zusage einhalten.

Versuchtsphase

Eine Versuchsphase auf einem fünf Kilometer langen Teilstück der Rheintalautobahn zwischen Dornbirn-Nord und Dornbirn-Süd von Anfang Dezember 2005 bis Ende Februar 2006 habe eine verringerte Feinstaub-Belastung von rund zwei Prozent des Jahresmittelwerts gebracht. Man könne die Belastung für Umwelt und Gesundheit also über eine Temporeduktion zurücknehmen, erklärte Schwärzler. Aber die Einschränkung auf den Raum Dornbirn bringe zu wenig. Im Juni 2006 wurde entschieden, das Tempo 100-Pilotprojekt bei Dornbirn nicht zu verlängern.

Darüber, wie weit die geschwindigkeitsreduzierte Zone auf der A14 ausgedehnt werde, müsse noch mit der Asfinag verhandelt werden, so der Vorarlberger Umwelt-Landesrat. Für genaue Angaben sei es daher zu früh. Auf der Rheintalautobahn im hoch belasteten Stadtgebiet von Feldkirch ist bereits im Juni 2005 ein Tempolimit von 100 km/h beschlossen worden. Diese Reduktion im Sanierungsgebiet bleibe bestehen, so Schwärzler.

Keine Tempo-100-Beschränkungen im Burgenland

Auf burgenländischen Autobahnen gibt es derzeit keine Tempo-100-Beschränkungen. Auch geplant sei das nicht, hieß es im Büro des Verkehrslandesrates Helmut Bieler (S). Im Burgenland gibt es mit der Süd-Ost-Autobahn (A3), der Ost-Autobahn (A4) sowie einem Stück der Südautobahn (A2) insgesamt 186 Kilometer höherrangiges Straßennetz.

Für die Einführung flexibler Geschwindigkeitsbeschränkungen auf den Autobahnen sprach sich der Dritte Landtagspräsident und ÖVP-Verkehrssprecher in Salzburg, Wolfgang Saliger, aus: "Wenn die Schadstoff- und Lärmbelastung unter den Grenzwerten bleibt, soll Tempo 130 gelten, wenn die Grenzwerte überschritten werden oder wenn es andere Sicherheitsrisiken, wie etwa schlechte Witterung gibt, muss das Limit so weit wie nötig abgesenkt werden", meinte Saliger in einer Aussendung.

Keine Lösung auf Dauer

Die ÖVP stehe zu der derzeit geltenden 100-km/h-Beschränkung zwischen Salzburg und Golling. Allerdings müsste dieses Tempolimit nach der Fertigstellung der Verkehrsbeeinflussungsanlagen flexibel gehandhabt werden. "Bei geringer Belastung und wenig Verkehr muss man auf unseren Autobahnen auch 130 fahren dürfen", so Saliger. Ein generelles und unflexibles Tempolimit bei 100 km/h könne auf Dauer keine Lösung sein. Schutzmaßnahmen würden nur dann den gewünschten Erfolg bringen, wenn sie von den Autofahrern auch verstanden und nicht als Schikane ausgelegt würden" sagte der Verkehrssprecher. Die Verkehrsbeeinflussungsanlagen sollten in Salzburg bis 2007 fertig gestellt werden. (APA)

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