Wiener Börse am Montag: ATX von Tagestiefs entfernt etwas tiefer

31. Oktober 2006, 18:33
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Starke Wall Street-Eröffnung lässt Index erholen - Erste Bank drehen beinahe ins Plus

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei durchschnittlichem Volumen mit etwas tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 25,1 Punkte oder 0,61 Prozent auf 4.082,70 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zwei Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 4.081 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17:30 Uhr MESZ: Dow Jones/New York +0,03 Prozent, DAX/Frankfurt -0,03 Prozent, FTSE/London -0,47 Prozent und CAC-40/Paris -0,62 Prozent.

Im Späthandel konnte sich der heimische Markt dank einer starken Wall Street-Eröffnung von seinen Tagestiefs lösen. Zuvor hatten die Erste Bank-Zahlen den Bankensektor und den ATX belastet. Während sich Analysten zufrieden zeigten, wollten Händler mehr sehen. Der Markt wurde zudem von der derzeitigen Regierungssituation belastet.

Deutlich erholt von ihrem Tagestief schlossen Erste Bank-Aktien um 0,15 Prozent leichter bei 53,80 Euro (1,402.729 gehandelte Stück in Einfachzählung). Im Tagestief waren die Papiere bis auf 51,47 Euro gefallen. Einem Händler zufolge sind die Ergebnisse "leicht schwächer als erwartet" ausgefallen, ein anderer sagte, dass sie zwar "in-line" berichtet wurden, von Börsianern jedoch "mehr erwartet" worden war.

Analysten stufen Erste Bank herab

Die RCB hat ihr Anlagevotum für die Aktien der Erste Bank nach den Zahlen von "Buy" auf "Hold" herab gesetzt. Begründet wurde die Abstufung mit dem Erreichen des Kursziels. Die Wertpapierexperten der Citigroup haben sowohl ihre Kaufempfehlung ("Buy") als auch ihr Kursziel von 55,80 Euro für die Aktien der heimische Erste Bank bestätigt. Der jüngste Ergebnisausweis lag im Rahmen ihrer Erwartungen.

Eine aus einem "Settlement Disput" mit bwin-Aktien resultierende Wertberichtigung hat die Erste Bank nach Angaben ihres Generaldirektor Andreas Treichl im 3. Quartal mit insgesamt 30 Mio. Euro belastet. Bwin standen mit einem Minus von 5,31 Prozent auf 14,99 Euro unter Druck (457.976 Stück). Der britische Mitbewerber 888 könnte vom US-Konzern PartyGaming übernommen werden, wie die "Sunday Times" am Sonntag berichtete.

AUA rutschen ab

Wenig beeindruckt zeigten sich die Post-Titel von der Ankündigung des Managements, die Übernahme der deutschen trans-o-flex fixiert zu haben. Die Anteile rückten um 0,60 Prozent auf 35,04 Euro vor (228.875 Stück). AUA schmierten dagegen als Tagesverlierer um 6,63 Prozent auf 7,04 Euro ab (243.798 Stück). Schoeller-Bleckmann verloren mit dem um mehr als einen Dollar je Barrel (159 Liter) sinkenden Ölpreis um 3,07 Prozent auf 31,22 Euro (16.562 Stück).

Zur voestalpine meldeten sich die Wertpapieranalysten der Erste Bank zu Wort. Das Kursziel für die voestalpine-Papiere wurde von 32 auf 41 Euro angehoben. Bestätigt wurde hingegen das Anlagevotum "Hold". Voestalpine verringerten sich um 3,08 Prozent auf 36,83 Euro (277.272 Stück). Böhler-Uddeholm zeigten sich mit minus 1,84 Prozent auf 47,95 Euro belastet (315.320 Stück).

Der oberösterreichische Motorradhersteller KTM beabsichtigt die Verschmelzung der operativen KTM Group GmbH mit der KTM Power Sports AG (vormals Cross Holding) als übernehmende Gesellschaft. KTM-Miteigentümer Stefan Pierer betonte der APA gegenüber die Wichtigkeit dieser Maßnahme für den Kapitalmarkt. KTM-Aktien stiegen gegen den Trend um 2,14 Prozent auf 46,73 Euro (1.800 Sück).

Die zehn größten Kursgewinner

1. S&T SYSTEM INT.&TECH. DISTR.AG +5,36 Prozent

2. ÖSTERR. VOLKSBANKEN AG PS +3,82 Prozent

3. HTP HIGH TECH PLASTICS AG +3,03 Prozent

4. WOLFORD AG +2,89 Prozent

5. POLYTEC +2,38 Prozent

6. KTM POWER SPORTS AG +2,14 Prozent

7. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG +1,78 Prozent

8. UNTERNEHMENS INVEST AG +1,57 Prozent

9. VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A +1,51 Prozent

10. ZUMTOBEL AG +1,38 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer
1. EUROMARKETING AG -34,21 Prozent

2. AUSTRIAN AIRLINES AG -6,63 Prozent

3. SKYEUROPE HOLDING AG -6,03 Prozent

4. CENTURY CASINOS INC -5,98 Prozent

5. BWIN INT. ENTERT. AG -5,31 Prozent

6. LENZING AG -3,72 Prozent

7. VOESTALPINE AG -3,08 Prozent

8. SCHOELLER-BLECKMANN AG -3,07 Prozent

9. JOWOOD PRODUCTIONS SOFTWARE AG -2,06 Prozent

10. CHRIST WATER TECHNOLOGY AG -2,04 Prozent

(APA)
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