Einmal Curry mit Internet, bitte!

6. Februar 2007, 10:02
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Wer sich den eigenen Internetanschluss sparen und sein Geld lieber für guten Kaffee ausgeben will, der ist im Coffee Day richtig

Wer das chinesische und amerikanische Fast-Food gegenüber der Haupt-Uni nicht mehr riechen kann und will, der hat seit Semesterbeginn eine neue Alternative: Das Coffee Day ist die zweite Filiale der indischen Kaffeehauskette und bietet nicht nur Heißgetränke, sondern auch exotische Gerichte für den leeren StudentInnenmagen.

Die praktische Lage hat das Café bereits in den ersten Wochen zum bevorzugten Treffpunkt nach der Vorlesung gemacht. Während man auf dem Ledersofa oder im Korbsessel lümmelt und an seinem indischen Kaffee nippt, kann das Treiben auf der Straße und vor der Uni durch die Glaswände beobachtet werden. Die urbane Einrichtung macht das Coffee Day im Gegensatz zu den traditionellen Wiener Kaffeehäusern zu einem Blickfang.

Was das Coffee Day zu einem Magneten für Studiernde macht, ist der kostenlose WLAN-Zugang. Bei unserem Besuch hatte der Großteil der Gäste keine indische Spezialität, sondern Notebooks auf dem Tisch stehen. Dieses Angebot führt dazu, dass sich hier vor allem Studierende zum Besprechen von Gruppenarbeiten treffen.

Ruhiger geht es im Obergeschoss zu: Dort verziehen sich einzelne StudentInnen mit ihren Büchern und Notebooks, um sich bei einer großen Tasse Masala Chai weiterzubilden. Ungestört ist man hier auch deshalb, weil das Personal manchmal auf die zweite Ebene zu vergessen scheint...

Wer sich entschließt, den Computer auszuschalten und das Buch zur Seite zu schieben, kann sich mit einem indischen Gericht stärken. Die Preise auf der Karte lassen sich leider nicht als studentInnenfreundlich bezeichnen. Für ein Hauptgericht zahlt man mindestens 8,00 Euro. Einigermaßen preiswert ist das Lunch Special: Von elf bis 14 Uhr kostet das Mittagsgericht 4,90 Euro.

Als Nachspeise stehen verschiedene Desserts aus der Vitrine zur Auswahl. Dazu passt ein Kaffee Latte um 2,90, der gegen Aufpreis von 30 Cent auch mit zusätzlichen Flavors bestellt werden kann. Auch der Tee ist mit 2,40 nicht billig, ist dafür in interessanten Geschmacksrichtungen zu haben und wird in einer groß dimensionierten Tasse serviert.

Das Coffee Day ist durchwegs Raucherzone. Allerdings war die Luft bei unserem Besuch trotzdem nur wenig verraucht, obwohl das Lokal gut besucht war. Grund dafür sind die hohen Räume und offenbar eine gute Lüftung.

Preisvergleich

Cappuccino - 2,60 Euro

Kleines Bier vom Fass (großes Bier nicht erhältlich) - 2,90 Euro

Soda Zitron 0,2l - 1,80 Euro

Billigste Speise auf der Karte - Kickstart-Frühstück (Heißgetränk, zwei Semmeln mit Marmelade) von 8 bis 15 Uhr um 3,80 Euro

Specials: Mittagsgericht um 4,90 Euro, Kaffee zum Mitnehmen um 1,50 Euro.

Bewertung

Studierendenfreundlichkeit: Gut. Hier können Gruppendiskussionen stundenlang ausdiskutiert werden, allerdings zu nicht gerade moderaten Preisen.

Ambiente: Modern, sauber, in angenehmen Farben gehalten, entspannende Atmosphäre durch Chill-Out-Musik im Hintergrund.

Preis-Leistung: Nicht besonders. Für die ausgefallenen Speisen könnten die Preise gerade noch gerechtfertigt sein. Die Getränkepreise vertragen sich jedoch gar nicht mit einem StudentInnenbudget - ein kleines Bier um 2,90 Euro??

Fazit

Das Coffee Day liegt nicht ganz in der Preislage, die sich StudentInnen wünschen. Dennoch: Kostenloses Internet und gemütliche Sitzgelegenheiten machen jede Gruppenbesprechung zur angenehmen Nachmittagsunterhaltung. (Elisabeth Oberndorfer/derStandard.at,21.11.2006)

Coffee Day
Dr. Karl-Lueger-Ring 10, 1010 Wien
Tel.: 01/535 40 20 10
Email:wien@coffeeday.at
Öffnungszeiten
Täglich 9 bis 24 Uhr
  • Das neu eröffnete indische Kaffeehaus besticht nicht nur durch gemütliche Einrichtung. Bei den exotischen Speisen isst auch das Auge mit.
    foto: derstandard.at/oberndorfer

    Das neu eröffnete indische Kaffeehaus besticht nicht nur durch gemütliche Einrichtung. Bei den exotischen Speisen isst auch das Auge mit.

  • Wer etwas Ruhe braucht, ist auf der zweiten Ebene richtig. Für den kostenlosen Internetzugang ist nur der eigene Laptop erforderlich.
    foto: derstandard.at/oberndorfer

    Wer etwas Ruhe braucht, ist auf der zweiten Ebene richtig. Für den kostenlosen Internetzugang ist nur der eigene Laptop erforderlich.

  • Martina studiert Ur- und Frühgeschichte und empfiehlt ein erst kürzlich eröffnetes Kaffeehaus: "Das Coffee Day ist zwar nicht das billigste Café, aber es gibt kostenlosen, unbegrenzten WLAN-Zugang." Mit ihren KollegInnen trifft sie sich dort deshalb gerne für Gruppenbesprechungen.
    foto: derstandard.at/oberndorfer

    Martina studiert Ur- und Frühgeschichte und empfiehlt ein erst kürzlich eröffnetes Kaffeehaus: "Das Coffee Day ist zwar nicht das billigste Café, aber es gibt kostenlosen, unbegrenzten WLAN-Zugang." Mit ihren KollegInnen trifft sie sich dort deshalb gerne für Gruppenbesprechungen.

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