Die beliebtesten Städte

16. Jänner 2007, 12:00
posten

London ist die Lieblingsstadt der Österreicher und der Schweizer. Laut Hotel-Price-Index von Hotels.com sind New York und Moskau am teuersten

Herr und Frau Österreichers liebstes europäisches Reiseziel heißt London. Das gilt auch für die Schweizer. Die Top-Destination der Deutschen heißt hingegen New York. London rangiert hier nur auf Platz Drei. Der aktuelle Hotel-Preis-Index (HPI) des weltweit größten Hotelbuchungsportals hotels.com hat die Präferenzen der User im zweiten Quartal 2006 deutlich gemacht. Die Fußball-WM in Deutschland hat vor allem die Bundesrepublik zu einer der beliebtesten Destinationen avancieren lassen.

"Im Prinzip unterscheiden sich Österreicher, Deutscher und Schweizer im Reiseverhalten kaum", meint Mirko Behnert, Marketingdirektor von www.hotels.com in Deutschland, Österreich und der Schweiz, im pressetext-Gespräch. Betrachte man die Preisentwicklung am weltweiten Markt, werde allerdings sehr deutlich, dass die Preise in den USA kräftig anziehen, während sie in Europa fallen. "Vor allem die US-Großstädte weisen eine deutliche Preisentwicklung nach oben auf", so Behnert. "New York gehört weltweit zu den teuersten Städten." Am deutlichsten wird dies im 5-Stern-Segment: Mit 571 Euro pro Person pro Nacht ist der Big Apple weltweit Spitzenreiter. Extrem teuer sind die Hotelzimmer auch in Moskau. Hier liegt der durchschnittliche Zimmerpreis (gemessen in den Kategorien von 2-Stern bis 5-Stern) bei 244 Euro pro Person pro Nacht.

Fußball-WM und Preissteigerungen

Wie massiv sich die Fußball-WM auf Deutschland ausgewirkt hat, wird an einfachen Hotelzimmerpreisen deutlich. "Es gab Preissteigerungen von bis zu 61 Prozent", meint Behnert, der allerdings auch beruhigt. "Berlin ist eine der billigsten Städte, vor allem was das 4- und 5-Stern-Segment anlangt. Hier ist das Angebot der Nachfrage voraus, da in den vergangenen Jahren sehr viele Hotels im oberen Segment gebaut wurden", erklärt der Experte. Diese Tatsache wirke sich aber zu Gunsten der Kunden aus. Beliebt ist Deutschlands Hauptstadt auch zunehmend bei Spaniern und Briten. Bei den Österreichern liegt sie an vierter Stelle hinter New York und Wien. Bei den Schweizern an dritter Stelle hinter London und New York. Die Österreicher schätzen allerdings die deutschen Städte, denn unter den Top-Ten lagen auch noch München und Hamburg.

Im Gegensatz zur Mozartstadt Salzburg, deren Hotelpreise im 2. Quartal 2006 im Vergleich zum ersten Quartal um 17 Prozent angestiegen sind, setzte sich Wien als einzige österreichische Stadt gegen Touristenmagnete wie Paris, Rom oder Barcelona durch. Zwar stiegen auch die Wiener Hotelpreise im 2. Quartal des laufenden Jahres um zwölf Prozent an, jedoch konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Preissenkung um zehn Prozent ausgewiesen werden.

Der Ferne Osten ist am günstigsten

Global gesehen sind die billigsten Destinationen weltweit im Fernen Osten: Bangkok ist mit einem Durchschnittszimmerpreis von 83 Euro die billigste Destination - obgleich auch hier im unteren Qualitätssegment die Preise um 39 Prozent gestiegen sind. Sehr günstig sind auch Beijing und Shanghai mit 96 bzw. 101 Euro. Zu den billigsten europäischen Destinationen gehören Bilbao mit einem Durchschnittspreis von 92 Euro und Lissabon mit einem Durchschnittspreis von 99 Euro. Im favorisierten London sowie in Paris hingegen zahlten die Besucher durchschnittlich 134 Euro.

Starkes Wachstum in Osteuropa

"Der HPI basiert auf dem vom Gast tatsächlich gezahlten Preis und nicht auf offiziell ausgewiesenen Zimmerraten. Damit ist eine unverfälschte Wiedergabe der Hotelpreise innerhalb des untersuchten Zeitraums gewährleistet", betont Behnert, der allerdings auch auf saisonale Schwankungen hinweist. Generell sei der Trend selbst Online zu buchen vor allem im deutschen Sprachraum stark gestiegen. "Das hat auch mit dem Wachstum der Billigflieger zu tun", bemerkt der Experte, der darauf verweist, dass auch die renommierten Fluglinien ihre Preise durch den Konkurrenzkampf nach unten reduziert haben. Ein starkes Wachstum sieht der Experte vor allem im osteuropäischen Raum. "Für Österreich ist das ein echtes Sprungbrett in ein sehr interessantes Segment, das stark im Kommen ist", so Behnert abschließend.

Die Studie umfasst knapp 20.000 Hotels in über 1.000 Reisezielen weltweit. Der HPI vergleicht die Zimmerpreise eines breit gefächerten Hotelangebots aller Kategorien in den wichtigsten Destinationen. Zum Angebot von www.hotels.com gehören mehr als 80.000 ausgewählte Hotels in 1.300 Destinationen weltweit. Das Unternehmen garantiert für mehr als 31.000 Hotels Best-Preis-Garantie. Durch regelmäßige Kontrollen und Bewertungen soll ein gleich bleibend hoher Qualitätsstandard gewährleistet werden. (pte)

  • Artikelbild
    foto: pixelquelle.de
Share if you care.