Lungen im Visier

30. Oktober 2006, 11:51
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Lungenkrebs tritt meist bei älteren Patienten auf. Der alles dominierende Risikofaktor ist Zigarettenrauchen, etwa 85 Prozent der Lungentumore sind darauf zurückzuführen. Faktoren wie Asbest, Schwermetalle oder Genetik spielen eine untergeordnete Rolle.

Frühe Krankheitszeichen gibt es nicht, allgemeine Symptome wie Husten, Bluthusten, Schmerzen oder Gewichtsverlust treten meist erst spät auf. Neben der körperlichen Untersuchung, Blutabnahme und Röntgenaufnahmen wird die Diagnose mit Computertomografie gestellt. Zur genaueren Abklärung kommen die Lungenspiegelung und die Positronenemissionstomografie (PET) zum Einsatz.

Die Therapie hat drei große Pfeiler: Operation, Medikamente und Bestrahlung. Entscheidend für die Therapiewahl ist die Ausbreitung des Tumors und die Zellart, aus der er besteht. Grob wird zwischen einer kleinzelligen Art und nicht kleinzelligen Typen unterschieden. Kleinzelliger Lungenkrebs ist deutlich seltener, aber auch bösartiger. Bei Diagnosestellung kann nur etwa ein Drittel der Patienten operiert werden.

Prognose: Nach fünf Jahren leben nur noch zehn Prozent aller Lungenkrebspatienten. Bei kleinen, auf die Lunge begrenzten Tumoren liegt die Zahl jedoch bei 60 bis 80 Prozent. (lev)

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