Virtuelles "Second Life" entpuppt sich als Goldgrube

31. Juli 2007, 14:52
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Auch Konzerne schaffen sich nun zunehmend eine virtuelle Existenz

Die Online-Welt "Second Life" zieht eine immer größere Besucherschar an und dadurch beginnen auch namhafte Konzerne sich für die virtuelle Welt zu interessieren, wie das Handelsblatt berichtet. "Second Life" ist ein so genanntes "Massive Multiplayer Online Game" und bietet seinen Spielern die Möglichkeit, eine Figur durch eine fotorealistische 3D-Welt zu steuern. Dort können die Benutzer sich eine zweite Existenz aufbauen, indem sie Häuser bauen und mit anderen Spielern in Kontakt treten. Was die virtuelle Welt besonders auszeichnet ist, dass alle Inhalte von den Bewohnern selbst geschaffen werden und auch die Spielfigur nahezu beliebig gestaltbar ist.

Kosten

Wer alle Features des "Second Life" nutzen will, muss dafür zahlen, was den Besucherandrang allerdings nicht zu mindern scheint. In der Vorwoche registrierten sich allein an einem einzigen Tag rund 50.000 neue Einwohner. Von den zahlenden Benutzern lassen sich rund 30.000 ihre virtuelle Zweitexistenz mehr als 200 Dollar im Jahr kosten. Davon kann man 1.600 als virtuelle Großgrundbesitzer bezeichnen, die im Jahr 2.300 Dollar für "Second Life" ausgeben. Hinter dieser Geschäftsidee stehen der Amazon-Gründer Jeffrey Bezos und der Ebay -Pionier Pierre Omidyar.

Potentiell

Nun beginnen auch Konzerne das Potenzial zu entdecken, das in dieser Parallelwelt schlummert. Der Autokonzern Nissan hat eine ganze Insel gekauft und wirbt dort mit einem riesigen Fahrparcours für sein neues Automodell Sentra. Auch die Musikindustrie lässt diesen neuen Trend nicht an sich vorbeiziehen. Sony-BMG präsentiert in "Second Life" seine bekanntesten Musiker. Die Sängerin Suzanne Vega gab sogar schon ein Online-Konzert in der virtuellen Welt. Insgesamt findet man rund 30 der weltweit bekanntesten Konzerne in der Online-Welt. (pte)

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