Gusenbauer will Drohungen nicht nachgeben

29. Oktober 2006, 17:43
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SP-Chef: "Die Bevölkerung würde nicht verstehen, wenn die Mehrheit des Parlaments sich von der ÖVP einschüchtern lässt"

Wien - Unmittelbar vor der ÖVP-Klubsitzung, in der von der Volkspartei nach Angaben von Nationalratspräsident Andreas Khol der Abbruch der Koalitionsverhandlungen wegen des geplanten Eurofighter-U-Ausschusses beschlossen werden könnte, hat SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer bekräftigt, dass er den Drohungen nicht nachgeben werde. "Der Punkt ist doch der, dass je unverhohlener die Drohungen der ÖVP werden, umso stärker ist die Notwendigkeit nach einem solchen Untersuchungsausschuss. Die Bevölkerung würde nicht verstehen, wenn die Mehrheit des Parlaments sich von der ÖVP einschüchtern lässt", sagt Gusenbauer in der Montag-Ausgabe der Tageszeitung "Österreich".

Westenthaler rät ÖVP zum Abbruch der Verhandlungen

BZÖ-Obmann Peter Westenthaler rät unterdessen der ÖVP, die Koalitionsverhandlungen abzubrechen. "Ich will der ÖVP keine Ratschläge erteilen, aber wäre ich an ihrer Stelle, würde ich mit Sicherheit die Koalitionsverhandlungen nicht fortsetzen", sagt Westenthaler ebenfalls in "Österreich". Für ihn stellt sich die Frage, "wie lange die ÖVP sich noch vorführen und demütigen lässt von dieser überheblichen SPÖ." Westenthaler meint, "die SPÖ provoziert hier offensichtlich ein Scheitern der Koalition". (APA)

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