Fall Swarovski: Befragung des Verdächtigen auch am Wochenende

29. Oktober 2006, 19:11
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Auswertung der in der Zelle gefundenen Geräte und Unterlagen bis Ende kommender Woche abgeschlossen

Die Befragung des 39-jährigen Rumänen Steliza S., des mutmaßlichen Drahtziehers der geplanten Entführung von Unternehmerin Fiona Swarovski, ist am Wochenende fortgesetzt worden. Es gebe dazu aber keine neuen Erkenntnisse, sagte der Sprecher des Bundeskriminalamtes (BK), Gerald Hesztera, am Sonntag der APA.

Auch die Unterlagen und die Daten auf dem Computer, die bei S. in der Zelle in der Strafanstalt Garsten in Oberösterreich gefunden wurden, müssen noch ausgewertet werden. Erste Ergebnisse wird es laut Hestzera erst Ende kommender Woche geben. Zur Frage, ob die Familie Grasser-Swarovski noch unter Personenschutz steht, gab das BK keine Auskunft.

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Der 39-jährige Rumäne soll vor einiger Zeit seinen damaligen Zellengenossen, den 37-jährigen Tiroler Werner F., im Gefängnis in Innsbruck als Komplizen für die Entführung angeworben haben. Der Plan war, nach Kitzbühel zu fahren und in die Häuser von Swarovski und dem Modezaren Werner Baldessarini einzubrechen. Sollte einer der beiden zu Hause anwesend sein, hätte man sie entführen wollen. F. informierte jedoch die Behörden.

Die Ermittler in Tirol und beim Bundeskriminalamt hegen jedoch Zweifel daran, ob dieses Vorhaben umsetzbar gewesen sei. Nach Angaben von Hesztera gibt es noch viele Ungereimtheiten. So geht es den Kriminalisten um die Frage, warum ein Rumäne einen Österreicher, der noch zwei Jahre hinter Gittern verbringen muss, für eine Entführung anheuert, die noch heuer stattfinden hätte sollen. Werner F. hat keinen Führerschein, hätte aber zu einem Treffen nach Salzburg fahren sollen. Laut dem Österreicher hätte Steliza S. ihm einen Chauffeur besorgt. (APA)

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