Heuer schlimmste Gefechte seit Sturz der Taliban

29. Oktober 2006, 12:47
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Bei Anschlag auf NATO-Konvoi ein Soldat getötet - 55 Aufständische tot - Elf Verletzte bei Bombenexplosion in Unruheprovinz Uruzgan

Kabul - Bei einem Anschlag auf einen Konvoi der NATO im Süden Afghanistans sind ein Soldat getötet und acht weitere verletzt worden. Auch drei Zivilisten erlitten Verletzungen bei der Explosion einer am Straßenrand deponierten Bombe, die den Konvoi der NATO treffen sollte, wie die NATO am Sonntag mitteilte. Außerdem sind 55 Aufständische ums LEben gekommen.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstag in der unruhigen Provinz Uruzgan, in der die radikal-islamische Taliban sehr aktiv ist, wie es weiter hieß. Erst am Freitag waren bei einem Bombenanschlag in dem Gebiet 14 Zivilisten ums Leben gekommen.

3000 Tote

Wie üblich gab die NATO die Identität des getöteten Soldaten nicht bekannt. Im Süden des Landes sind vorwiegend niederländische und australische Soldaten im Rahmen des NATO-Einsatzes stationiert.

Insgesamt sind die Gefechte in Afghanistan heuer die schlimmsten seit dem US-geführten Sturz der Taliban im Jahr 2001. Seit Anfang dieses Jahres sind mindestens 3000 Menschen getötet worden, die meisten davon Aufständische. Unter den Toten sind jedoch auch hunderte Zivilisten und etwa 150 ausländische Soldaten. (APA/Reuters/AFP)

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