Anti-Virus S.O.S. - Kaspersky misstraut Konkurrenz

19. Jänner 2007, 13:02
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Zweitscanner überprüft Ergebnisse der Lösungen anderer Anbieter - Läuft als "Zweit-Virenscanner"

Die Antivirusspezialisten von Kaspersky haben mit "Anti-Virus S.O.S." eine Art Zweit-Virenscanner auf den Markt gebracht. S.O.S. steht dabei für Second Option Scanner und kann parallel zur Standard-AV-Software betrieben werden. Mit der neuen Kaspersky-Applikation könne ein bestehendes Sicherheitskonzept unkompliziert um eine zweite Stufe ausgebaut werden, so der Hersteller in einer entsprechenden Aussendung. Die AV-Spezialisten wollen damit vor allem anderen Herstellern auf die Finger schauen und deren geleistete Arbeit verbessern. "Zudem ist es einfach sinnvoll einen zweiten Scanner laufen zu lassen, der zusätzlichen Schutz bietet", meint Christian Wirsig, Marketing-Redakteur bei Kaspersky Deutschland, im Gespräch mit pressetext.

Vorgehen

"Das Prinzip ist simpel aber effektiv", erläutert Wirsig. "S.O.S. wird auf Windows-Workstations installiert, auf denen bereits ein voll funktionsfähiges Anti-Viren-Programm eines anderen Herstellers eingerichtet ist. Damit kann ein zweiter, unabhängiger Scan der darauf enthaltenen Dateien durchgeführt werden." Gesteuert wird das Programm zentral über das kostenlose Kaspersky Administration Kit mit umfangreichen Verwaltungs-, Monitoring- und Reporting-Möglichkeiten.

Kritik

Die wenigsten Antiviren-Programme würden eine Erkennungsrate von mehr als 98 Prozent bieten, kritisiert Wirsig. Auch die Geschwindigkeit, in der Antiviren-Hersteller auf neu entdeckte Schädlinge reagieren und diese in ihre Signatur-Datenbanken aufnehmen, sei entscheidend für die Sicherheit der Anwender. "Bei Tests von AV-Software schneidet unsere Lösung immer besser ab als die der Konkurrenz. Das wollen wir nun auch einmal beweisen", sagt Wirsig. Mit dem Programm hofft Kaspersky nun, potenzielle Kunden auf den Geschmack zu bringen.

Echtzeit

Das Programm arbeitet ausschließlich im On-Demand-Modus, so dass keine zusätzlichen System-Ressourcen in Anspruch genommen oder Kompatibilitätsprobleme mit der installierten Sicherheits-Software riskiert werden. "Optimalerweise lässt man den Scanner einmal täglich laufen. SOS bietet daher auch keinen Echtzeitschutz, sondern stöbert lediglich Viren sowie andere Schädlinge auf, die die andere AV-Lösung durchgelassen hat, und macht sie unschädlich", so Wirsig. S.O.S eigne sich daher auch zur Überprüfung oder Bereinigung eines Unternehmensnetzwerks durch Systemintegratoren. (pte)

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