Scharapowa finalisiert mit Petrowa

28. Oktober 2006, 18:41
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Die Nummer eins des Turniers besiegte Patty Schnyder in zwei Sätzen - Titelverteidigerin bezwang Vaidisova ebenso

Linz - Maria Scharapowa steht beim Generali Ladies in Linz im Finale. Die topgesetzte Russin hatte am Samstag im Semifinale gegen die Schweizerin Patty Schnyder zwar hart zu kämpfen, setzte sich aber schließlich nach 1:47 Stunden mit 7:5,7:5 durch, darf sich über zumindest 51.000 Dollar (40.211 Euro) Preisgeld freuen und wird in der Weltrangliste auf Platz zwei vorstoßen. Finalgegnerin ist am Sonntag (13:45 Uhr/live ORF 1) Titelverteidigerin Nadja Petrowa, die Nicole Vaidisova (CZE-4) mit 6:1,6:2 bezwang.

Für Scharapowa geht es im rein russischen Finale um den fünften Turniersieg des Jahres, die als Nummer drei gesetzte Schnyder verpasste dagegen ihren dritten Finaleinzug der Saison. Die Niederlage beendete außerdem die Hoffnung der Schweizerin auf einen Platz im achtköpfigen Masters-Starterfeld. Als Nummer neun der Jahreswertung darf Schnyder zwar als Ersatzspielerin nach Madrid reisen, kommt aber bei einem Ausfall einer anderen Spielerin zum Einsatz.

"Durchhänger"

In einem knappen, aber auf durchschnittlichem Niveau stehenden Match bewies Scharapowa in den entscheidenden Situationen die besseren Nerven. Beide Spielerinnen präsentierten sich fehleranfällig. Der hoch favorisierten Russin gelang zwar ein frühes Break zum 2:1, anstatt bei 5:4 zum Satzgewinn auszuservieren gab sie jedoch ihren Aufschlag zum 5:5 ab. Nach einem weiteren Break zum 6:5 entschied Scharapowa den ersten Durchgang schließlich in 62 Minuten für sich.

Der zweite Satz verlief ebenfalls ausgeglichen, nach Break von Scharapowa und Rebreak von Schnyder brachten die Kontrahentinnen ihr Service bis zum 5:5 durch. Die beiden folgenden Games und damit auch der Sieg gingen dann an die Russin: "Ich war mental ein bisschen müde und habe zwischendurch immer wieder Durchhänger gehabt."

Titelverteidigerin souverän

Das zweite Halbfinale verlief dann wesentlich einseitiger. Petrowa ließ Vaidisova zu keiner Zeit ins Spiel kommen. Die Weltranglisten-Fünfte benötigte für beide Sätze nur jeweils 29 Minuten und zeigte sich im Anschluss doch einigermaßen überrascht: "Es war heute unerwartet einfach für mich. Sie hat sehr viele Fehler gemacht, das hat mir natürlich geholfen." (APA/red)

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    Extreme Schlägerhaltung beim Aufschlag von Maria Scharapowa.

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    Nadja Petrowa wird im Finale mutmaßlich eine harte Nuss für die Landsfrau darstellen.

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