Britische Außenministerin kritisiert Politik Bagdads

30. Oktober 2006, 14:24
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Beckett warnt vor Infragestellung der Einheit des Landes - Kein fixer Abzugsplan

Hamburg - Die britische Außenministerin Margaret Beckett hat irakische Regierungspolitiker davor gewarnt, aus innenpolitischem Kalkül die Einheit des Landes in Frage zu stellen. "Die gewählten Politiker sollten darauf verzichten, Vorteile in der Teilung zu suchen, und viel mehr die Sicherheit betonen", sagte die Außenministerin in einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Einige der politischen Manöver, die da veranstaltet werden, scheinen mir derzeit ein Luxus zu sein."

Die Ministerin bekräftigte, es gebe "keinen festgelegten Zeitplan" für den Abzug der 7000 britischen Soldaten: "Niemand hat ein Datum gesetzt, niemand wird eins setzen." Beckett widersprach der Auffassung, in dem von Kurden sowie schiitischen und sunnitischen Arabern bevölkerten Irak herrsche bereits Bürgerkrieg. "Es handelt sich nicht um einen Bürgerkrieg", sagte sie. Vielmehr tobe in dem Land ein "furchtbarer innergesellschaftlicher Kampf". (APA/dpa)

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