Sechs Tote bei Verkehrsunfall in Niederösterreich

29. Oktober 2006, 19:00
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Frontaler Zusammenstoß bei Obermallebarn - Drei Kinder unter den Toten - 22-jähriger Lenker kam bei Überholvorgang ins Schleudern

Korneuburg - Sechs Todesopfer hat ein Verkehrsunfall in Obermallebarn (Bezirk Korneuburg) auf der Weinviertler Straße (B303) am Samstagvormittag gefordert. Zwei Pkw waren kurz vor 10:00 Uhr frontal zusammengestoßen, teilte Stefan Spielbichler, Sprecher der NÖ Rettungsleitstelle LEBIG mit. Bei den Opfern handelte es sich entgegen ersten Mitteilungen der Einsatzkräfte um drei Kinder und drei Erwachsene, wie die NÖ Sicherheitsdirektion am Nachmittag nach Abschluss der Identifizierung mitteilte.

In einem der Pkw, einem Seat mit Hollabrunner Kennzeichen, befand sich ein Mann im Alter von 22 Jahren. Das zweite Fahrzeug aus Wien, ein Hyundai, war mit zwei Familienvätern (51 und 44 Jahre alt) besetzt. Die Kinder, zwei Mädchen im Alter von zehn Jahren starben ebenso wie ein siebenjähriger Bub, der am Beifahrersitz gesessen hatte. Er war dort vermutlich in einem Kindersitz angeschnallt.

Bei Überholmanöver ins Schleudern geraten

Der 22-Jährige dürfte neuesten Erkenntnissen zu Folge bei einem Überholvorgang ins Schleudern geraten und gegen das entgegenkommende Fahrzeug geprallt sein. Der Motorblock des Autos mit den fünf Insassen wurde durch die Wucht des Zusammenstoßes in den Innenraum des Fahrzeuges gedrückt, so der ÖAMTC. Der Unfall ereignete sich an einer Stelle, wo die Straße von ein- auf zweispurig wechselt. Die beiden Fahrzeugwracks befanden sich nach dem Unglück auf einer Sperrfläche.

Die LEBIG alarmierte Rotkreuz-Notarztwagen aus Korneuburg und Hollabrunn sowie den Notarzthubschrauber Christophorus 2. Außerdem wurden zwei Rettungsfahrzeuge aus Korneuburg zum Unfallort geschickt. Die Helfer konnten für die Unfallopfer jedoch nichts mehr tun. Die B303 war wegen der Aufräumarbeiten bis etwa 12.30 Uhr gesperrt. Um den Angehörigen seelischen Beistand zu leisten, wurde ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes entsandt. (APA)

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    In den beiden Fahrzeugen starben sechs Menschen

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