Kopf des Tages: Sacha Baron Cohen alias "Borat"

von Redaktion  |  21. Dezember 2006, 15:52
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    Sacha Baron Cohen

Das Böse und das Blöde, kaputtgelacht: Ein biritischer Komiker als Nachfolger von Groucho Marx

Die beste Methode, Frieden zu stiften und weitere Gewalt abzuwenden - frei nach Groucho Marx (man denke an "Duck Soup") hieße dies, einen übermächtigen Gegner/Feind derart brutal und dummdreist zu beleidigen, dass dieser vor einem Übermaß an Schwachsinn nur noch klein beigeben kann. Lachend möglicherweise, oder auch nur fassungslos. Waffenruhe durch (vermeintliche) Selbstentlarvung, das ist eine schöne Utopie, nicht immer politisch korrekt, und leider ist sie bis dato nur den Spaßmachern gelungen.

"Politik, das ist die Kunst, Ärger zu suchen, ihn überall zu finden, ihn inkorrekt zu beurteilen und die falschen Heilmittel dagegen zu finden." Dieses Zitat und wohl auch den pechschwarzen Schnurrbart des großen Groucho M. dürfte der britisch-jüdische Komiker Sacha Baron Cohen im Hinterkopf gehabt haben, als er Borat Sagdiyev erfand.

Borat, kasachischer Journalist, Sexist und Ex-"Zigeunerfänger", stellt seit seinen ersten Auftritten in Cohens TV-Shows eine der größten Beleidigungen an den guten Geschmack (oder was sich dafür hält) dar. Und ist so der genialste Comedy-Charakter, seit Jim Carrey beschloss, seriös zu werden. O-Ton Borat: "Ich möchte Kommentar abgeben zu neueste Aussagen in den Medien über meine Nation von Kasachstan. Hier wird behauptet, dass Frauen in Kasachstan gleichwertig behandelt und jede Art von Religion toleriert wird - das abscheuliche Lügenmärchen!"

Borat ist ein Mann der Wahrheit, so lächerlich oder hässlich die auch sein mag: Gerne präsentiert er vor der Kamera seine Schwester, ihres Zeichens "Nummer 4 Prostituiertin von Kasachstan", fordert Feministinnen auf, ihre Oberweite zu entblößen, oder singt im Countryclub antisemitische Songs, von denen manche Rednecks nur träumen.

Wer auf diese Weise lachen machen will, der muss aber - siehe schon Groucho Marx oder auch Cohens zweites großes Vorbild, den US-Brachialkomiker Andy Kaufman - sehr präzise arbeiten.

Bevor er nächste Woche mit "Borat" in den Kinos durchstartet, hatte Sacha Baron Cohen denn auch genug Zeit zum "Üben": Zuerst kreierte er auf Channel 4 den nicht allzu hellen Rap- und Porno-Fan Ali G. Und ähnlich verärgert wie zuletzt kasachische Diplomaten dürfte man in Österreich sein, wenn Cohen jetzt auch noch "Bruno" ins Kino bringt, einen schwulen Austro-Modedesigner, der sich durch äußerst peinliche Interview-Statements auszeichnet.

Promoviert hat der heute 36-jährige studierte Historiker Sacha Baron Cohen übrigens in Cambridge. Sein Thema: Ethnische Minderheiten und ihre Schwierigkeiten in der westlichen Gesellschaft. Diese Schwierigkeiten hätte vielleicht auch Borat - der Witz ist nur, er nimmt sie nicht wahr. Also erledigen sie sich gleichsam von selbst. (Claus Philipp / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28./29.10.2006)

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Elisabeth Jarok
10.11.2006 18:09
es geht ihm nur ums geld

in den usa ist der film nummer eins, nur das zählt für ihn.
die wahre satire ist, dass jemand von so einer dissertation (offenbar ernstgemeint) zu so einem schlechten film kommt.
für geld macht der alles - darum beleidigt er auch nur kasachen (und österreicher), weil dort nicht der große markt für seine filme ist.
deutsche, briten, amis würde er nie richtig beleidigen - denn dann klingelts nicht in seiner kassa.

wacht auf, das ist purer kommerz, keine kunstform.

franz kurt 
10.11.2006 16:55

haben sie den film echt auf deutsch angesehen um eine kritik zu schreiben???

Lord Schaumloeffel
30.10.2006 09:40
borat ist einfach saugut

ich jedenfalls habe mich prächtig amüsiert über diese ansammlung von "traust di nie!"-schmähs... so was soll sich erst mal jemand bei uns trauen, dann darf gemotzt werden.

besson
30.10.2006 11:55

das kann er sich nur erlauben weil er jude ist. sonst wäre er als rassist gebrandmarkt. im nächsten film gibt er eine schwulen österreicher bin neugierig wieviel fans dann hier ins kino gehen werden.

ROFLgang Schisserl
31.10.2006 13:26
problem?

warum sollte man nicht gehen? Fühlst du dich beleidigt, wenn jemand Österreicher als schwule Modedesigner darstellt, oder bist einfach nur ÖVP Fan?

Stechus Kaktus
06.11.2006 15:44

Dümmliches Posting.

Ist die ÖVP auch am schlechten Wetter schuld?

Genauso
29.10.2006 20:39
Ist das leicht politisch nicht korrekt, wenn man den öd findet?

Schon unten gepostet: ich find den schwach, den Humor Holzhammermethode, ideologisch fragwürdig. Englisch oder deutsch gleichermaßen. Bei seinen schwitzig-aufdringlichen Interviews, rücken die Leute angewidert ab oder wollen lieber nicht provozieren. No na net. Einige Interviews wirken künstlich. Fazit: Pruahaha pruahaha. Lustig wie der Villacher Fasching.

Peter Eisendraht
31.10.2006 13:58
bin bei dir

finde ihn ÜBERHAUPT nicht komisch

wundere mich zwar selbst warum dem so ist aber es is halt so

horts fuchs bringt mich zum schmunzeln

designersfriend
29.10.2006 15:18
irgendwie kann ich es nicht ganz glauben...

ob die sache nicht vorab abgesprochen ist, oder ob es sich nicht um schauspieler handelt.

- Mit welcher Begründung bekommt er die Interviews?
- Nicht zu vergessen ist der Kameramann, der offensichtlich bei jeder Szene dabei ist.
- warum geben die in der öffentlichkeit beleidigten leute den Film frei?

Beispiel die Dinner-Szene, wo er von älteren Ehepaaren zum essen eingeladen wird - zum schluss beleidigt er eine Frau als "alte Schachtel" - warum gibt sie oder ihr Ehemann diese Szene frei?

Endlichdreißig
06.11.2006 23:18

Auf youtube gibts einige Auftritte von ihm in Talkshows, in denen er seine Methode teilweise erklärt.

Rudi Pawlitschko jun.
29.10.2006 20:38

Die Ópfer geben die Szenen nicht frei. Hier werden Leute dem oeffentlichen Spott preisgegeben, ohne dass sie um Zustimmung gefragt werden.

Dies ist "Kunst a la Stefan Raab", nur schlechter im Geschmack.

http://www.youtube.com/watch?v=HCdvzh3CNNU

Thomas Höbelt   
29.10.2006 14:31
Leider

nur ein weiterer Vertreter der Gattung von Medien"Stars" die, leider erfolgreich, glauben tiefsinnigen Humor gänzlich durch tiafe Wuchteln ersetzten zu lönnen. Wo sind die Zeiten als es zum Kabarett-Schreiben noch eines Kopfes wie Werner Schneyder oder H.P. Heinzel / P. Orthofer bedurfte.
Aber bei uns ist es ja nicht viel besser, vergleichen Sie Dorfers Donnerstalk mit Brettl vorm Kopf und Co. Dieser Vergleich spricht Bände.

MQ-Man 
29.10.2006 14:21
Schade

Leider ist der Film recht mies geraten. Anstelle der entlarvenden Interviews in der Alig Show gibts hauptsächlich Stinki-Gacki-Humor.

Jorge Campos
29.10.2006 13:13
auf englisch oder garnicht.

synchronisiert schlicht unerträglich.

Papp Kamerad
29.10.2006 14:09
sic

Rudi Pawlitschko jun.
29.10.2006 20:41

"sic"? LOL! Woerterbuch kaufen! :-))))

pater hirni
01.11.2006 12:12
das gilt auch für sie:

probieren sie es doch mit einem stowasser, da können sie auch nachlesen, was "sic" bedeutet.

Rudi Pawlitschko jun.
01.11.2006 22:43

Ich weiss es. Als normale Affirmation ist sic vollkommen ungeeignet. Und weil ich lieb bin, habe ich einen Link fuer Sie:

http://de.wikipedia.org/wiki/Sic

doko
07.11.2006 05:59
hast sigh gemeint?

wuerde zumindest als zustimmend 'da hast recht' interpretiert werden. sic wuerde ich aber als 'spelling is correct' und nicht 'sentence is correct' (also als zustimmung fuer einen ganzen satz werten.

theEdge1983 
29.10.2006 11:33

Also ich find den Typen absolut nicht witzig, kann mir aber schon vorstellen wie groß die Empörung bei Krone und Co. sein wird, wenn er wirklich Ö durch den Kakao ziehen sollte...

DSy
28.10.2006 23:27

zwar nicht borat sondern bruno, aber soo geinal
http://www.youtube.com/watch?v=g... ed&search=

ROFLgang Schisserl
31.10.2006 14:02
genial

Austrian GayTV - gibts den jetz auf Digital?

Hannes S. Auer  
29.10.2006 08:30

Übrigens hat der Bursche am Ende der Kamera auch seine "Front" gezeigt und hat am Ende dem Kameramann eine eingeschenkt (laut Sacha Baron Cohen in der Late Night Show). LOOL

Ali Ovissi   
28.10.2006 21:09

Borat is very niiice!
Yegschemesch!

David Tichy  
29.10.2006 01:07

Er sagt in etwa sowas wie "Jak sie masz?!", was eigentlich aus dem Polnischen stammt und "Wie geht's?" bedeutet.

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