Medikamenten-Wirkstoffe im Nano-Päckchen

6. November 2006, 12:51
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Neue Methode zur Krebs-Behandlung: Substanzen aus Kleinst-Behältern greifen gezielt Tumorzellen an

Basel - Medikamenten-Wirkstoffe lassen sich künftig gezielter direkt an Krebszellen freisetzen. Wissenschafter der Universität Basel entwickelten dazu mit Hilfe so genannter Nanocontainer eine neue Methode, mit der sich bösartige Tumore nebenwirkungsärmer behandeln lassen. Bei den Containern handelt es sich um eine Art Verpackung im Nano-Bereich, deren Hülle biologischen Membranen ähnlich ist. In ihnen können Medikamente transportiert werden.

Langer Weg

Den Schweizer Forschern gelang es nun erstmals, Nanocontainer durch gezielte Signale zu aktivieren. In die Hülle bauten sie ein Protein ein, das auf den PH-Gehalt seiner Umgebung reagiert und eine chemische Reaktion auslöst. Künftig - so hoffen die Forscher - könnte auf diese Weise die inaktive Form eines Wirkstoffs in eine aktive umgewandelt werden. So könnten gezielt kranke Zellen zerstört werden. Es sei allerdings noch ein recht langer Weg, bevor Patienten von diesen neuen Erkenntnissen profitieren würden, betonten die Experten. (APA/AP)

  • Medikamente in so genannten Nanocontainern können gezielt dort eingesetzt werden, wo sie wirken sollen.
    foto: universität basel

    Medikamente in so genannten Nanocontainern können gezielt dort eingesetzt werden, wo sie wirken sollen.

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